Department für Medizinische Statistik, Informatik und Gesundheitsökonomie

Forschungsschwerpunkte

1. Medizinische Statistik
2. Informatik
Archiv


Medizinische Statistik

1.1 Statistische Methoden bei medizinischen Studien
 
Die Planung und Auswertung klinischer und medizinisch-theoretischer Studien erfordert oft sehr spezifische Verfahren, um den Informationsgehalt der Daten optimal zu nutzen. Bei der Studienplanung sind heute immer öfter z.B. adaptive Studiendesigns, Verfahren zur Kontrolle der Signifikanz bei multiplen Tests, spezielle Designs usw. gefordert.
Für die optimale Auswertung von medizinischen Studien ist es notwendig robuste Verfahren, wie z.B. Resampling-Verfahren einzusetzen. Einen besonderen Schwerpunkt bilden Klassifikationsverfahren, wie z.B. parameterfreie Diskriminanzanalyse, verschiedenste Verfahren der Clusteranalyse und Klassifikations- und Regressionsbäume. Bei den Klassifikationsverfahren geht es um die Weiterentwicklung z.B. in Richtung Soft-Klassifikation oder den Einsatz von Boosting-Algorithmen.
 

Projekte:

Die meisten Projekte ergeben sich aus der Zusammenarbeit mit Kliniken, Departments und Instituten

Mitarbeiter: Edlinger Michael, Fritz Josef, Göbel Georg, Linhart Caroline,
Neururer Sabrina, Ulmer Hanno

1.2 Epidemiologie von Herz-Kreislauf- und Krebserkrankungen
 
Anhand von Daten aus knapp 184.000 Gesunden-Untersuchungen an Frauen und Männern die zwischen 1985 und 2005 in Vorarlberg durchgeführt und vom Arbeitskreis für Vorsorge- und Sozialmedizin in Bregenz dokumentiert wurden, konnten neue Zusammenhänge zwischen Risikofaktoren und Herz-Kreislauferkrankungen einerseits sowie Krebserkrankungen andererseits entdeckt werden. Die Ergebnisse konnten in renommierten medizinischen Journalen publiziert werden. Die Abbildung 1 zeigt eine Übersicht der Originalarbeiten, die mit den Daten der Vorarlberger Gesunden-Untersuchungen (engl. Vorarlberg Health Monitoring & Promotion Programme VHM&PP) unter Beteiligung von H. Ulmer in den letzten Jahren veröffentlicht wurden.
Abb1
Die Arbeiten entstanden in Zusammenarbeit mit internationalen Kooperationspartnern wie National Cancer Institute und National Institute on Aging (beide NIH, U.S.A.), University College Dublin, Universität Ulm, den Universitäten Umea, Malmö und Bergen im Me-Can Projekt sowie mit der University Cambridge in Form von Meta-Analysen mit Einzeldaten. Besondere Aufmerksamkeit wurde dem Leberwert Gamma-Glutamyltransferase geschenkt. Abbildung 2 zeigt die wissenschaftlichen Arbeiten (Originalarbeiten und publizierte Abstracts) mit Beteiligung von H. Ulmer zu diesem bislang unterschätzten Risikoindikator für Zivilisationserkrankungen.
Abb2
 

Projekte:

HIR - Herzinsuffizienzregister Österreich
Beginn:
2006
Erweiterung:
2011 (ProHIR Erweiterung, Niedergelassene Ärtze, Servier-Austria)
Status:
Laufende Datenerhebung und Auswertungen
Kooperationspartner:
Dr. Gerhard Pölzl
Mitarbeiter:
Ulmer Hanno, Kaltenbach Lalit


PTCA - Percutane Transluminale Coronare Angioplastie - Register
Beginn:
2005
Erweiterung:
2013 (ADAPT-Erweiterung inkl. FollowUP)
Status:
Laufende Datenerhebung und Auswertungen
Kooperationspartner:
Prof. Dr. Franz Weidinger, Dr. Jakob Dörler,
Österreichische Kardiologische Gesellschaft
Mitarbeiter:
Ulmer Hanno, Edlinger Michael, Kaltenbach Lalit


Parkinsonregister
Beginn:
2012
Status:
Laufende Datenerhebung und Auswertungen
Kooperationspartner:
Prof. Dr. Klaus Seppi, Dr. Fabienne Sprenger,
Österreichische Parkinsongesellschaft
Mitarbeiter:
Ulmer Hanno, Kaltenbach Lalit


Ablationsregister Österreich
Beginn:
2015
Status:
Laufende Datenerhebung und Auswertungen
Kooperationspartner:
Dr. Markus Stühlinger
Mitarbeiter:
Ulmer Hanno, Kaltenbach Lalit


IIK - Invasive Interventionelle Kardiologie
Beginn:
1996
Status:
Diverse Publikationen im Journal für Kardiologie [Auflistung/Homepage]
Kooperationspartner: Prof. Dr. Volker Mühlberger
Mitarbeiter:
Ulmer Hanno, Kaltenbach Lalit
ehemalige Mitarbeiter: Raudaschl Gerhard, Pfeiffer Karl-Peter,
Barbieri Verena, Kobel Conrad


Levosimedan - eCRF
Beginn:
2008 - 2014
Status:
Abgeschlossen
Kooperationspartner:
Dr. Gerhard Pölzl, Dr. Altenberger (Salzburg)
Mitarbeiter:
Ulmer Hanno, Kaltenbach Lalit


Radialis - eCRF
Beginn:
2009 - 2014
Status:
Abgeschlossen
Kooperationspartner:
Dr. Altenberger (Salzburg)
Mitarbeiter:
Ulmer Hanno, Kaltenbach Lalit



Informatik

2.1 GIN - Gesundheitsinformationsnetz
 
Die Aufbereitung und das zur Verfügung stellen von medizinischem Wissen für Laien und Experten im Internet erfordert eine Strukturierung der Daten, Informationen und des Wissens, um sie für die Informationssuchenden möglichst gut auffindbar und auch verständlich zu machen. Seit 1995 wird vom Department ein Gesundheitsinformationssystem angeboten, laufend inhaltlich erweitert und vor allem aus informationstechnischer Sicht weiterentwickelt. Wesentliche Ziele sind die Präsentation der Information, die Benutzerunterstützung bei der Suche durch Strukturierung von Wissen und die Verknüpfung mit standardisierten Terminologien, die Verbindung von medizinischen Wissen mit den entsprechenden Gesundheitseinrichtungen (in Tirol) und die Qualitätssicherung der Informationen. Nicht zuletzt sind es auch technische Gesichtspunkte im Hinblick auf eine effiziente Speicherung und des Managements der Informationen.
 
Status: abgeschlossen
Mitarbeiter: Pfeiffer Karl-Peter, Goebel Georg, Masser Joachim
ehem. Mitarbeiter: Leitner Karin,Molterer Christian, Panosch Beate

2.2 Biostatistik und medizinische Informationsverarbeitung
 
Im Rahmen dieser Thematik werden Methoden der Bioinformatik/-statistik zur Entwicklung von epigenetischen (onkologischen) Biomarkern erforscht und angewandt. Im Mittelpunkt stehen derzeit Studien zum Thema DNA Methylierung, der Aufbau einer dementsprechenden Datenbank inkl. Datenmodellierung und die Weiterentwicklung von statistischen Lern- und Klassifikationsverfahren (im speziellen SVMs) zur effizienten, robusten Selektion und Validierung von potentiellen Markern.
Im Schwerpunkt webbasierte Informationssysteme im Gesundheitswesen werden technische Möglichkeiten zur Strukturierung von Gesundheitsinformationen für PatientInnen auf der Basis von XML / XSL(T) und die Anwendung von "Semantic Web" - Technologien auf die Verarbeitung dieser Informationen (zB.: Verlinkung, Beschlagwortung, Klassifizierung) erforscht und angewandt.
 

Projekte:

"Unternehmen 2010" - EQUAL
Status: abgeschlossen (Juli 2005 + 24 Monate)
Kooperationspartner: u.a. Zentrum für Beschäftigung und Bildung, Bundessozialamt Tirol, Lebenshilfe Ti
Mitarbeiter: Goebel Georg, (Projektleitung), N.N
 
DOSTWELL - Development of Sustainable Tourism focusing on Wellness
Status: abgeschlossen (März 2005 + 34 Monate)
Kooperationspartner: National Tourist Association Slovenia (Leadpartner)
Mitarbeiter: Goebel Georg (Projektleitung), N.N
 
Health@Net
Status: laufend
Kooperationspartner: UMIT – Institut für Informationssysteme im Gesundheitswesen (Dr. T. Schabetsberger)
Mitarbeiter: Goebel Georg
 
Modellierung und Verarbeitung von medizinischem Content mit Hilfe von XML / XSL(T)
Status: laufend
Mitarbeiter: Goebel Georg, Martina Kinzl
 
Einsatz von Web-Services bei Gesundheitsinformationsnetzen
Status: abgeschlossen
Kooperationspartner: Institut für Wertprozeßmanagement – Wirtschaftsinformatik (Mag. A. Hoerbst)
Mitarbeiter: Goebel Georg
 
MeSH / ICD-10
Status: abgeschlossen
Kooperationspartner: St. Andreatta, B. Egger, M. Kinzl
Mitarbeiter: Goebel Georg
 
Datenbank "Soziales Netz Tirol"
Status: abgeschlossen
Mitarbeiter: Karl Peter Pfeiffer, Goebel Georg, Masser Joachim

2.3 Terminologien und Klassifikationen im Gesundheitswesen
 
Terminologien und Klassifikationen im Gesundheitswesen stellen einen weiteren Forschungsfokus des Departments dar. Durch den immer stärker werdenden Einfluss von Kommunikations- und Informationstechnologien im Gesundheitswesen und einer Flut an Informationen steigen die Anforderungen an medizinische Begriffsysteme stetig. Im Zuge der Bestrebungen, den in Österreich verwendeten Leistungskatalog zu verbessern, werden nationale und internationale Standards untersucht und mit dem österreichischen Prozedurenkatalog verglichen. Auf diese Art und Weise sollen Mängel des Leistungskatalogs identifiziert und Vorschläge zur Adaptierung unterbreitet werden. Weiters sollen der Nutzen und die Möglichkeiten einer Überführung des Leistungskatalogs in eine formale Repräsentation unter Zuhilfenahme von Semantic Web-Technologien untersucht werden, mit dem Ziel, semantische Interoperabilität im Gesundheitswesen zu unterstützen.
 
Status: abgeschlossen

Projekte:

Entwicklung eines neuen Prozedurenkatalogs für Österreich
Mitarbeiter: Neururer Sabrina
ehemalige Mitarbeiter: Leitner Karin

oegepi
NEU:
Österreichische Gesellschaft für Epidemiologie (OeGepi)
www.oegepi.at

Kontakt:

Interim. gesf. Direktor:
ao.Univ.-Prof.
Mag. Dr. Hanno Ulmer
Schöpfstraße 41/1
A-6020 Innsbruck, Österreich
Tel: +43 512 9003 70901
Fax: +43 512 9003 73922
Mail: biostatistik ( at ) i-med

Sie finden uns hier

Statistische Beratung:
NUR(!) auf Anfrage [Info]

© Medizinische Universität Innsbruck - Alle Rechte vorbehaltenMail an i-master - Letzte Änderung: 27.8.2015, 10:22:09ximsTwitter LogoFacebook Logo