Forschung

Open Access an der Medizinischen Universität Innsbruck

Die Medizinische Universität Innsbruck unterstützt alle Aktivitäten, wissenschaftliche Informationen für die Gesellschaft frei zugänglich zu machen. Daher hat die MUI am 6. Oktober 2016 die Berlin Declaration on Open Access to Knowledge in the Sciences and Humanities unterfertigt.

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Warum Open Access publizieren?

Wie Open Access Publizieren?

Förderungen

Links

  

Warum Open Access publizieren?

Der überwiegende Teil wissenschaftlicher Publikationen wird weltweit „Closed Access“ publiziert. Das bedeutet, diese Publikationen erscheinen in Subskriptionszeitschriften und sind nicht frei verfügbar. Um diese Publikationen öffentlich zugängig zu machen, zahlen Bibliotheken oder Private hohe Beiträge für Zeitschriftenabonnements oder die Freischaltung einzelner Artikel an Zeitschriftenverlage.

Ein Großteil der Forschungsprojekte wird jedoch aus öffentlichen Mitteln finanziert und Forschungsergebnisse sollten daher kostenfrei und öffentlich zugängig sein. Zahlreiche Fördergeber u.a. der FWF und die EU etc. betreiben inzwischen eine offensive Open Access Policy und verpflichten ihre Fördernehmerinnen/Fördernehmer Publikationen, die aus geförderten Projekten entstehen, Open Access zu publizieren.

Vorteile von Open Access:

  • Uneingeschränkter und kostenloser Zugang zu den wissenschaftlichen Informationen weltweit
  • Höhere Sichtbarkeit der Publikationen
  • Höhere Zitierbarkeit
  • Steigerung der Möglichkeit von Kollaborationen und Wissensvernetzung
  • Verwertungsrechte können bei den Autorinnen/Autoren bleiben
  • Geringere Abhängigkeit von den Verlagen
  • Finanzielle und administrative Erleichterungen für die Wissenschaftlerinnen/Wissenschaftler

 

Wie Open Access publizieren?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Open Access zu publizieren:

  • Goldener Weg
    Als Goldener Weg des Open Access wird primär die Erstveröffentlichung von Literatur in Open Access Medien, vor allem in Open Access Zeitschriften, bezeichnet. Dabei fallen Article Processing Charges (APCs) an.

Eine Variante davon ist der Hybride Weg, bei dem die Autorinnen/Autoren APCs an Zeitschriftenverlage bezahlen, um ihre Publikationen vor Ablauf einer Sperrfrist der Öffentlichkeit frei zugängig zu machen.

  • Grüner Weg
    Unter dem Grünen Weg des Open Access versteht man die Zweitveröffentlichung oder Selbstarchivierung von wissenschaftlicher Literatur in institutionellen oder fachspezifischen Repositorien. Die Publikationen werden dadurch frei zugängig.

Haben Sie sich dafür entschieden, Open Access zu publizieren, können Sie eine für Ihr Fachgebiet geeignete Zeitschrift z.B. im Directory of Open Access Journals (DOAJ) oder auf open-access.net suchen. Nutzen Sie auch die Open Access Publikationsmöglichkeiten über die ULBT, wie z.B. kostenloses Publizieren in Springer Compact.

 

Bei Open Access Publikationen sind die möglichen Nutzungslizenzen von Bedeutung. Diese regeln die Open-Access-Rechte und legen fest, was die Öffentlichkeit mit den Publikationen tun darf.

Informationen dazu finden Sie z.B. bei Creative Commons, einer gemeinnützigen Organisation, die Standardlizenzverträge anbietet.

 

Viele Verlage erlauben eine Zweitveröffentlichung über ein institutionelles oder disziplinspezifisches Repositorium (Grüner Weg) unter bestimmten Bedingungen wie z.B. Einhaltung von Embargofristen oder legen fest, welche Manuskriptversion verwendet werden darf. Unter SHERPA/RoMEO finden Sie Informationen dazu.

 

 Fragen zu rechtlichen Aspekten: Servicecenter Recht

 

Ansprechpartnerin zu Open Access an der ULBT :

Frau Mag.a Erika Pörnbacher

Tel: +43 512 507 2405

Email: erika.poernbacher@uibk.ac.at

 

Informationen zu Fördermöglichkeiten

 

Weitere Informationen:

Directory of Open Access Journals

Austrian Open Access Journals listed by the DOAJ

Austrian Open Access Repositories listed in OpenDOAR

Registry of Research Data Repositories

OpenDOAR - The Directory of Open Access Repositories
Publisher copyright policies & self-archiving

Research funders' open access policies

Creative Commons Licenses
Journal Citation Report

OASPA (Open Access Scholarly Publishers Association)

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Förderungen:

Kooperation mit ULBT (Universitäts- und Landesbibliothek Tirol)

Open Access und FWF

Open Access und EU Horizon 2020

Open Access und FP7-Projekte

Förderung von Open Access Publikationen durch die Medizinische Universität Innsbruck

 

Kooperation mit ULBT (Universitäts- und Landesbibliothek Tirol)

Folgende Open Access Publikationsmöglichkeiten stehen zur Verfügung:

Open Access Gold: OA-Publizieren in etablierten Verlagszeitschriften (Erstveröffentlichung)
Open Access Green: OA-Publizieren im Repositorium (Zweitveröffentlichung)

https://www.uibk.ac.at/ulb/open-access/

Open Access Gold

Die ULBT bemüht sich Verträge mit Verlagen abzuschließen, um kostenloses Publizieren oder mit reduzierten APCs in Open Access Zeitschriften zu ermöglichen.

Für Angehörige der MUI sind derzeit folgende Möglichkeiten offen:

  • Kostenloses Open Access Publizieren bei Springer Compact
  • Stark reduzierte APCs beim Verlag SAGE Publications
  • 10 % auf APCs MDPI (Multidisciplinary Digital Publishing Institute)
  • kostenloses Open Access Publizieren bei Emerald Group Publishing
  • kostenloses Open Access Publizieren bei SCOAP3

Diese Möglichkeiten sind nicht für Angehörige der Tirol Kliniken zugängig.

Springer Compact ermöglicht freies Publizieren in 1600 Open Choice Zeitschriften. Dabei handelt es sich um Hybrid-Zeitschriften, nicht um reine Open Access Zeitschriften.

Förderberechtigt sind Autorinnen/Autoren,

  • die der MUI oder LFUI angehörig sind
  • deren Artikel in einer Zeitschrift, die Open Choice unterstützt, akzeptiert wurde
  • die corresponding author des Artikels sind
  • einen Artikel des Typs OriginalPaper, ReviewPaper, BriefCommunication oder Continuing Education veröffentlichen

https://www.uibk.ac.at/ulb/open-access/open-access-gold/springer.html

 

MUI-Angehörige können ihre Artikel bei Sage zu stark reduzierten APCs in den Open Choice Journals publizieren.

Nähere Informationen zum Publizieren bei Sage finden Sie nach Anmeldung mit der q-Kennung und E-Mail Passwort.

https://www.uibk.ac.at/ulb/open-access/open-access-gold/sage.html

Förderberechtigt sind AutorInnen,

  • die der MUI oder LFUI angehörig sind
  • deren Artikel in einer Zeitschrift, die Open Choice unterstützt, akzeptiert wurde
  • Corresponding Author des Artikels sind

 

MDPI ist ein reiner Open Access Verlag, bei dem MitarbeiterInnen der MUI 10 % Ermäßigung auf APCs erhalten. Die APCs werden den AutorInnen direkt verrechnet.

  • Förderberechtigt sind AutorInnen, die der MUI oder LFUI zugehörig sind

https://www.uibk.ac.at/ulb/open-access/open-access-gold/mdpi.html

 

Open Access Publizieren in rund 300 Zeitschriften bei Emerald Group Publishing. Es fallen keine Article Processing Charges an.

  • Förderberechtigt sind AutorInnen, die der Universität Innsbruck oder der Medizinischen Universität Innsbruck zugehörig sind
  • deren Artikel in einer Zeitschrift von Emerald akzeptiert wurde
  • corresponding author des Artikels sind
  • einen Artikel des Typs Original Research veröffentlichen

Weitere Informationen: https://www.uibk.ac.at/ulb/open-access/open-access-gold/emerald.html

 

Die Universitätsbibliothek beteiligt sich am internationalen Projekt SCOAP³ (Sponsoring Consortium for Open Access Publishing in Particle Physics), das die vollständige Umstellung von bereits etablierten Subskriptionszeitschriften im Bereich Hochenergiephysik auf ein Open-Access-Modell verfolgt.

  • Angehörige der Universität Innsbruck und der Medizinischen Universität Innsbruck können damit in den in SCOAPkostenlos Open Access publizieren.  

 

Informationen der ULBT zu Open Access Gold: https://www.uibk.ac.at/ulb/open-access/open-access-gold/

 

Open Access Green

Die ULBT verfügt über ein eigenes Repositorium, über das derzeit nur WissenschaftlerInnen der LFUI ihre Publikationen Open Access publizieren können (Green Way). Es eignet sich auch für Zweitveröffentlichungen. Für die MUI laufen dazu Verhandlungen.

Weitere Informationen:: https://www.uibk.ac.at/ulb/open-access/publizieren-im-institutionellen-repositorium-der-universitaet-innsbruck.html

 

Ansprechpartnerin zu Open Access an der ULBT :

Frau Mag.a Erika Pörnbacher

Tel: +43 512 507 2405

Email: erika.poernbacher@uibk.ac.at

 

Open Access und FWF

Der FWF verfolgt seit 2003 eine konsequente Open Access Policy und verpflichtet alle Fördernehmerinnen/Fördernehmer ihre wissenschaftlichen Publikationen, die aus einem vom FWF geförderten Projekt entstehen, Open Access zu publizieren und so frei im Internet zugänglich zu machen.

Informationen und Antragstellung über Förderungen des FWF für Open Access Publikationskosten: https://www.fwf.ac.at/de/forschungsfoerderung/open-access-policy/

Bedingungen:

  • Die Publikation muss ein Peer Review Verfahren durchlaufen haben.
  • Die/der Projektleiterin/Projektleiter oder eine/ein Projektmitarbeiterin/Projektmitarbeiter müssen Autorin/Autor der Publikation sein.
  • Der FWF muss in den Acknowledgements erwähnt werden.
  • Liegt das Projektende länger als drei Jahre zurück, werden die Publikationskosten nicht mehr vom FWF übernommen.
  • Für Projekte, die nach dem 1.11.2014 bewilligt wurden, gilt:

- Gold Open Access – Übernahme der ACPs bis Euro 2.500,--

- Hybrid Open Access – Übernahme der ACPs bis 1.500,--

 

Open Access und EU Horizon 2020

Alle referierten Publikationen, die aus H 2020 Projekten hervorgehen, müssen Open Access publiziert werden.

  • Es kann Green Open Access, Gold Open Access und Hybrid Open Access publiziert werden.
  • Es besteht die Verpflichtung, diese Publikation in einem institutionellen oder disziplinären Repositorium verfügbar zu machen. Bei Green Open Access muss das akzeptierte, begutachtete Manuskript spätestens sechs Monate nach der Veröffentlichung frei zugänglich sein.
  • Die Refundierung der Publikationskosten (APCs) bei Gold und Hybrid Open Access muss noch während der Projektlaufzeit beantragt werden.

 

Weitere Informationen dazu:

Guidlines on Open Access to Scientific Publikations and Research Data in Horizon 2020

http://ec.europa.eu/research/participants/docs/h2020-funding-guide/cross-cutting-issues/open-access-dissemination_en.htm

https://www.openaire.eu/researcher-guide

http://service.re3data.org/browse/by-subject/

http://www.opendoar.org/index.html

https://zenodo.org/

National Open Access Desk Austria

 

Open Access und FP7-Projekte

Für referierte Publikation aus FP7-Projekten, die nach dem 1.1.2014 beendet wurden, stellt die EU 4 Mio. Euro an Förderungen zum Open Access Publizieren zur Verfügung. Das Pilotprojekt läuft solange bis die Geldmittel ausgeschöpft sind, maximal bis Ende April 2017.

  • Die abgeschlossenen Projekte müssen in der FP7 CORDA Projekt-Datenbank eingetragen sein.
  • Es werden maximal drei Publikationen pro Projekt gefördert.
  • Die maximale Förderung eines Artikels in Open Access Journalen beträgt 2.000,-- Euro.
  • Es werden keine Publikationen in Hybrid-Journalen gefördert.

 

Fördervoraussetzungen und Kriterien unter: https://www.openaire.eu/edocman?id=796&task=document.viewdoc

 Antragstellung unter: https://postgrantoapilot.openaire.eu/#home

 

Förderung von Open Access Publikationen durch die Medizinische Universität Innsbruck

Die Medizinische Universität Innsbruck unterstützt ihre Forscherinnen und Forscher finanziell beim Publizieren in Open Access über einen neu eingerichteten Publikationsfonds.

Gefördert werden Publikationskosten (Article Processing Charges – APCs) bis zu einer Höhe von maximal 2.000,-- Euro für Open Access Publikationen unter folgenden Bedingungen:

  • Der Artikel erscheint in einer „reinen“ Open Access Zeitschrift (gelistet in DOAJ) und ist unmittelbar mit dem Erscheinen über das Internet frei zugängig.
  • Die Zeitschrift muss im entsprechenden Fachgebiet in den Journal Citation Reports in den oberen 25% zu finden sein, in die Forschungsschwerpunkte der MUI fallen und einen Impact Factor von mindestens 4 haben.
  • Es werden ausschließlich Neueinreichungen gefördert.
  • Die Publikation muss zum Zeitpunkt des Förderansuchens vom Verlag akzeptiert sein.
  • „Submitting“ bzw. “corresponding author” ist Angehörige/r der MUI und für die Bezahlung der Publikationskosten verantwortlich.
  • Affilationsadresse ist Medizinische Universität Innsbruck oder Medical University Innsbruck.
  • Die Zeitschrift muss im DOAJ gelistet sein und den dort definierten Qualitätskriterien genügen oder das Open Access Journal verfügt über ein Qualitätssicherungsverfahren (Peer Review).
  • Der Artikel muss unter einer Creative Commons Lizenz erscheinen.

 

Keine Förderung,

  • wenn Publikationskosten von anderen Fördergebern wie z.B. FWF, EU etc. übernommen werden.
  • bei Freikauf von Hybrid-Open Access Publikationen in Subskriptionsjournalen.

Anträge können laufend beim Servicecenter Forschung eingebracht werden. Ist die Rechnung bereits beglichen, erfolgt ein Zahlungsausgleich bis maximal € 2.000,--. Offene Rechnungen bis € 2.000,-- können bei Förderzusage auch direkt an den Verlag über den Publikationsfonds bezahlt werden.

Die Vergabe erfolgt nach dem Prinzip „first come – first served“. Es besteht kein Rechtsanspruch auf diese Förderung. Sind die Fördermittel aus dem Publikationsfonds der Medizinischen Universität Innsbruck ausgeschöpft, ist keine Förderung mehr möglich.

Die Einreichung erfolgt ausschließlich online über: http://fld.i-med.ac.at/public/garinfo.cgi

 

Ansprechpartnerin:

Eva Mayrgündter

Servicecenter Forschung

eva.mayrguendter@i-med.ac.at

Tel: +43 (0)512 9003 71763

 

Nützliche Links

Open Access Explained

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Directory of Open Access Journals

BASE (Bielefeld Academic Search Machine)

Zenodo

OASPA (Open Access Scholarly Publishers Association)

Austrian Open Access Journals listed by the DOAJ
Austrian Open Access Repositories listed in OpenDOAR

Registry of Research Data Repositories

OpenDOAR - The Directory of Open Access Repositories
Publisher copyright policies & self-archiving

Research funders' open access policies

Creative Commons Licenses
Journal Citation Report

National Open Access Desk Austria (NOAD Austria)

Open Access Plattform für Deutschland, Österreich und der Schweiz

OANA (Open Access Netzwerk Österreich)

Kooperation E-Medien Österreich
ÖFG Druckkostenzuschüsse

Fact Sheet: Open Access in Horizon 2020

 

Kontakt:

Eva Mayrgündter
Tel.: +43 512 9003-71763
Fax: +43 512 9003-73270
Email: eva.mayrguendter@i-med.ac.at

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