Inklusive Sprache an der Medizinischen Universität Innsbruck
Einleitung
Die Medizinische Universität Innsbruck bekennt sich zu Gleichberechtigung, Gleichstellung und Chancengleichheit ihrer Mitarbeiter:innen, der Studierenden und der Patient:innen. Gleichstellung und Chancengleichheit beginnen mit der Sprache, die wir verwenden. In dieser können Menschen bzw. Gruppen von Personen sichtbar gemacht werden, unsichtbar bleiben oder negativ dargestellt werden. Unsichtbarkeit und permanent negative sprachliche Bewertung – sei sie bewusst oder unbewusst - vermindern Chancengleichheit und führen zu Diskriminierung.
Empfehlung
Das Rektorat der Universität, die Koordinationsstelle Gleichstellung, Frauenförderung und Diversität, das Institut für Diversität in der Medizin sowie der Arbeitskreis für Gleichbehandlungsfragen sprechen sich für die Verwendung einer inklusiven und achtsamen Sprache in der mündlichen Kommunikation sowie in schriftlichen Dokumenten aus, die wertschätzend ist und Personen unterschiedlichen Geschlechts einschließt.
Ein inklusiver Sprachgebrauch bedarf Übung und Bereitschaft mit Sprache zu experimentieren. Die deutsche Sprache bietet kein Instrument, Personen, die sich keinem Geschlecht zuordnen, adäquat abzubilden. Ein Spannungsfeld zwischen inklusiver Sprachanwendung, die alle Menschen miteinschließt, und korrekter Grammatik, die ausschließend wirken kann, ist damit vorprogrammiert.
Anregungen & Beispiele
Je nach Situation ist eine der im folgenden angeführten Strategien sinnvoll, oft sind Kombinationen notwendig:
- Verwenden Sie neutrale Personen- oder Gruppenbezeichnungen bzw. Mehrzahlformen: das Rektorat, die Person, die Führungskraft, der Mensch, die Angehörigen, die Angestellten, etc.
- Substantivierte Partizipien und Adjektive in der Mehrzahl schließen alle mit ein: die Studierenden, die Lehrenden, die Lernenden, junge Personen, ältere Menschen, etc.
- Verwenden Sie den Doppelpunkt: Mitarbeiter:innen, Patient:innen; Lieferant:innen;
- Wenn Sie sich bzgl. des Geschlechts und/oder der Ansprache einer Person unsicher sind, fragen Sie nach, wie die Person angesprochen werden möchte. Bis Sie die gewünschte Ansprache in Erfahrung gebracht haben, können folgende Formulierungen genutzt werden: Hallo Rolf Müller; sehr geehrte:r Hamide Yildirim, Grüß Gott Andrea Delgado, etc.
Tabelle für den täglichen Gebrauch, um geschlechtersensible Sprache umzusetzen
Personenbezeichnungen
E-Mails
- Guten Tag [Vorname, Nachname],
- Hallo [Vorname, Nachname],
- Sehr geehrtes Team,
- Sehr geehrtes Kollegium,
- Sehr geehrte Kolleg:innen,
- Sehr geehrte Studierende,
- Liebe Mitglieder,
Berufs- und Funktionsbezeichnungen
- Rektorat
- Abteilungsleitung, Teamleitung, Führungskraft
- Mitarbeitende
- Ärzt:innenschaft
- Stationsleitung
- Lehrende
- Forschende, Mitarbeitende in der Forschung
Satzbildung mit
- Alle Interessierten …
- Wer teilnehmen möchte, …
- Diejenigen, die …
- Die Personen, die …
- Die Führungskräfte/ Mitarbeitenden, die …
Detaillierte Informationen, Hintergründe, Erklärungen und Beispiele finden Sie in der:
Empfehlung für einen geschlechtergerechten Sprachgebrauch
Medizinische Universität Innsbruck, Jänner 2026
Erstellt von:
Koordinationsstelle Gleichstellung, Frauenförderung, Diversität in Kooperation mit dem Arbeitskreis für Gleichbehandlungsfragen und dem Institut für Diversität in der Medizin.
Mit freundlicher Genehmigung des Rektorates der Medizinischen Universität Innsbruck
Jänner 2026
Empfehlung für einen inklusiven Sprachgebrauch
Erstellt von:
Arbeitskreis für Gleichbehandlungsfragen
Koordinationsstelle Gleichstellung, Frauenförderung und Diversität
Institut für Diversität in der Medizin der Medizinischen Universität Innsbruck
Mit freundlicher Genehmigung des Rektorates der Medizinischen Universität Innsbruck
Erstellt von:
Arbeitskreis für Gleichbehandlungsfragen
Koordinationsstelle Gleichstellung, Frauenförderung und Diversität
Institut für Diversität in der Medizin der Medizinischen Universität Innsbruck
Mit freundlicher Genehmigung des Rektorates der Medizinischen Universität Innsbruck