Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation

Welttag des Schlafes 16. März 2018: Bedeutung für Gehirngesundheit wird unterschätzt

  • Schlaf ist wichtig für die Entgiftung des Gehirns
  • Schlaflabor: Auch Früherkennung von neurodegenerativen Prozessen möglich
  • „Welttag des Schlafes“ fällt 2018 in die „Woche des Gehirns“ (Brain Awareness Week)

Rund 45 Prozent der Weltbevölkerung leiden an Schlafstörungen, in Österreich ist bereits jede/r Vierte betroffen. Dabei ist ausreichender und qualitätsvoller Schlaf eine wichtige Voraussetzung für die menschliche Gesundheit. Insbesondere die Bedeutung des Schlafes für das Gehirn wird häufig unterschätzt, erklärt Birgit Högl, Leiterin des Schlaflabors an der Univ.-Klinik für Neurologie anlässlich des „Welttages des Schlafes“ am 16. März 2018.

Innsbruck, 12.03.2018: Ein Drittel ihres Lebens verbringen Menschen mit Schlafen. Ein gesunder Schlaf ist auch Voraussetzung für ein gut funktionierendes Gehirn. Neueste Erkenntnisse belegen den Zusammenhang von neurodegenerativen Erkrankungen und Schlafstörungen. „Wir haben gesehen, dass ausreichender Schlaf notwendig ist, damit Abbauprodukte, die sich im Gehirn ansammeln, abtransportiert werden können“, erklärt Birgit Högl. Die international renommierte Forscherin leitet das Schlaflabor an der Univ.-Klinik für Neurologie (Direktor: Werner Poewe) in Innsbruck. „Der Schlaf dient dazu, das Gehirn wirksam toxisch zu reinigen. Das ist sehr wichtig, für die Erhaltung der Gehirngesundheit.“ Dauerhafte Schlafstörungen können darüber hinaus zu Übergewicht oder einem geschwächten Immunsystem führen. Auch Krebserkrankungen werden mit Schlafstörungen assoziiert. Studien zeigen allerdings, dass die Schlafqualität wesentlich wichtiger ist, als die -quantität.

Schlaflabor: Blick ins Gehirn
Das Innsbrucker Schlaflabor ist an mehreren internationalen Forschungsprojekten beteiligt. Derzeit sind rund 100 Schlafstörungen bekannt, die in der Regel behandelbar sind. Durch eine Untersuchung im Schlaflabor ist es auch möglich, neurodegenerative Erkrankungen früh zu erkennen. „Während unserer Untersuchung des Schlafverhaltens werfen wir einen Blick ins Gehirn“, erklärt Birgit Högl die Vorteile einer frühzeitigen Untersuchung von gravierenden Schlafstörungen. Das Schlaflabor an der Univ.-Klinik für Neurologie zählt zu den modernsten in Europa und hat im Jahr 2017 knapp 4.000 PatientInnenbesuche bzw. Aufenthalte verzeichnet.

Vortrag: Bedeutung des Schlafs für das Gehirn am 16. März in Innsbruck
Im Rahmen des „Welttag des Schlafes“ wird auf die hohe Bedeutung des Schlafes für die Gesundheit des Menschen aufmerksam gemacht. Internationale Gesundheitstage dienen dazu, auf wichtige medizinische Fakten hinzuweisen. Im März 2018 fallen dabei zwei Ereignisse zusammen, die inhaltlich in Verbindung stehen. In die internationale Woche des Gehirns („Brain Awareness Week“) fällt der „Welttag des Schlafes“ (16. März).

Im Rahmen der Vortragsreihe zur „Woche des Gehirns“ der Medizinischen Universität Innsbruck hält Birgit Högl einen Vortrag zur Bedeutung des Schlafs für die Gehirngesundheit am 16. März 2018, 18:30 Uhr, Centrum für Chemie und Biomedizin (Innrain 80-82) Großer Hörsaal EG. (Eintritt frei) Programmübersicht: https://www.i-med.ac.at/event/BAW2018.html

 

 

Details zur Medizinischen Universität Innsbruck

Die Medizinische Universität Innsbruck mit ihren rund 1.400* MitarbeiterInnen und ca. 3.000 Studierenden ist gemeinsam mit der Universität Innsbruck die größte Bildungs- und Forschungseinrichtung in Westösterreich und versteht sich als Landesuniversität für Tirol, Vorarlberg, Südtirol und Liechtenstein. An der Medizinischen Universität Innsbruck werden folgende Studienrichtungen angeboten: Humanmedizin und Zahnmedizin als Grundlage einer akademischen medizinischen Ausbildung und das PhD-Studium (Doktorat) als postgraduale Vertiefung des wissenschaftlichen Arbeitens. An das Studium der Human- oder Zahnmedizin kann außerdem der berufsbegleitende Clinical PhD angeschlossen werden.

Seit Herbst 2011 bietet die Medizinische Universität Innsbruck exklusiv in Österreich das BachelorstudiumMolekulare Medizin“ an. Seit dem Wintersemester 2014/15 kann als weiterführende Ausbildung das Masterstudium „Molekulare Medizin“ absolviert werden.

Die Medizinische Universität Innsbruck ist in zahlreiche internationale Bildungs- und Forschungsprogramme sowie Netzwerke eingebunden. Schwerpunkte der Forschung liegen in den Bereichen Onkologie, Neurowissenschaften, Genetik, Epigenetik und Genomik sowie Infektiologie, Immunologie & Organ- und Gewebeersatz. Die wissenschaftliche Forschung an der Medizinischen Universität Innsbruck ist im hochkompetitiven Bereich der Forschungsförderung sowohl national auch international sehr erfolgreich.

*vollzeitäquivalent

 

 

Weitere Informationen zum „World Sleep Day 2018“:

http://worldsleepday.org/

Pressebild zum Herunterladen:

Copyright: MUI/Högl

Birgit_Hoegel_portrait_small

Die Leierin des Schlaflabors an der Univ.-Klinik für Neurologie: Birgit Högl.

 

 

Medienkontakt:

Dr.in Barbara Hoffmann-Ammann
Medizinische Universität Innsbruck
Servicestelle Communication, Public Relations & Media
Tel.: 0512/9003-71830
public-relations@i-med.ac.at

© Medizinische Universität Innsbruck - Alle Rechte vorbehaltenMail an i-master - Letzte Änderung: 12.3.2018, 08:56:45ximsTwitter LogoFacebook LogoInstagram LogoYoutube Logo