Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation

Ringvorlesung Gender Medizin: Kardiologie

Im Sommersemester 2017 beschäftigt sich die öffentliche Vorlesungsreihe Gender Medizin der Medizinische Universität Innsbruck mit geschlechterspezifischen Unterschieden in der Kardiologie.  Die 13 Vorträge finden ab 9. März 2017 jeweils am Donnerstag um 18:30 Uhr im großen Hörsaal der Frauen-Kopf-Klinik (Anichstraße 35) statt. Alle Vorträge werden in leicht verständlicher Sprache gehalten – medizinische Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Der Eintritt ist kostenlos.
Innsbruck, 03.03.2017: Am besten verkleiden sich Frauen als Männer, bevor sie sich kardiologisch untersuchen lassen: Zu diesem Fazit kam Bernadine Healy 1991 in ihrem viel zitierten Artikel im renommierten „New England Journal of Medicine“ zum sogenannten Yentl-Syndrom. Die US-amerikanische Kardiologin zeigte auf, dass Frauen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen einen wesentlich schwereren Zugang zu Spitzenmedizin haben, als Männer. Dabei ist der sogenannte Herztod weiblich. Die Statistiken zeigen, dass mehr Frauen an Herz-Kreislauf-Erkrankungen sterben als Männer. „Es hat sich in den vergangenen 26 Jahren sehr viel getan, trotzdem bekommen Männer beispielsweise nach einem Herzinfarkt immer noch schneller und häufiger eine Herzkatheterbehandlung als Frauen“, erklärt Univ.-Prof.in Dr.in Margarethe Hochleitner, Professorin für Gender Medizin der Medizinischen Universität Innsbruck. „Es gibt also immer noch eine ungleiche Behandlung, aber die Unterschiede werden geringer, was jedenfalls ein großer Erfolg der Gender Medizin ist.“

Im Rahmen der Ringvorlesung Gender Medizin gehen ExpertInnen in diesem Sommersemester der Frage nach, in wie weit gendermedizinische Aspekte in der Kardiologie angewendet werden. Das Themenspektrum reicht dabei von Notfallstrategien über Frühgeborene, Herzoperationen bis zu Infektionen des Herzens und neuesten Erkenntnissen zum Bluthochdruck.

Fachdisziplin Gender Medizin
Gender Medizin ist ein relativ neues Fachgebiet der Medizin, das sich aus Frauengesundheit und Männergesundheit entwickelt hat. Grundsätzlich untersucht die Gender Medizin alle wissenschaftlichen Erkenntnisse daraufhin, ob sie für Frauen und Männer in gleicher Weise zutreffen – mit dem Ziel, dass für jede einzelne Person ein bestmögliches Medizinangebot erstellt werden kann. Die Professorin für Gender Medizin, Margarethe Hochleitner, intensiviert als einen Schwerpunkt die Umsetzung von gendermedizinischer Forschung und Lehre an der Medizinischen Universität Innsbruck. Darüber wird die wissenschaftspolitisch innovative und nachhaltige Positionierung in diesem Bereich forciert.

Detailliertes Programm:
http://www.gendermed.at/images/stories/gendermed/pdf/geschlechterforschung/rvo_ss17/Folder_SS2017_web.pdf

 

Weiterführende Links:

Frauengesundheitszentrum an den Universitätskliniken Innsbruck
http://fgz.i-med.ac.at/

Koordinationsstelle für Gleichstellung, Frauenförderung und Geschlechterforschung
http://www.gendermed.at/

 

Details zur Medizinischen Universität Innsbruck
Die Medizinische Universität Innsbruck mit ihren rund 1.400* MitarbeiterInnen und ca. 3.000 Studierenden ist gemeinsam mit der Universität Innsbruck die größte Bildungs- und Forschungseinrichtung in Westösterreich und versteht sich als Landesuniversität für Tirol, Vorarlberg, Südtirol und Liechtenstein. An der Medizinischen Universität Innsbruck werden folgende Studienrichtungen angeboten: Humanmedizin und Zahnmedizin als Grundlage einer akademischen medizinischen Ausbildung und das PhD-Studium (Doktorat) als postgraduale Vertiefung des wissenschaftlichen Arbeitens. An das Studium der Human- oder Zahnmedizin kann außerdem der berufsbegleitende Clinical PhD angeschlossen werden.

Seit Herbst 2011 bietet die Medizinische Universität Innsbruck exklusiv in Österreich das BachelorstudiumMolekulare Medizin“ an. Seit dem Wintersemester 2014/15 kann als weiterführende Ausbildung das Masterstudium „Molekulare Medizin“ absolviert werden, welches ebenfalls in Österreich ausschließlich an der Medizinischen Universität Innsbruck studiert werden kann.

Die Medizinische Universität Innsbruck ist in zahlreiche internationale Bildungs- und Forschungsprogramme sowie Netzwerke eingebunden. Schwerpunkte der Forschung liegen in den Bereichen Onkologie, Neurowissenschaften, Genetik, Epigenetik und Genomik sowie Infektiologie, Immunologie & Organ- und Gewebeersatz. Die wissenschaftliche Forschung an der Medizinischen Universität Innsbruck ist im hochkompetitiven Bereich der Forschungsförderung sowohl national auch international sehr erfolgreich.

*vollzeitäquivalent

 

 

 

Für Rückfragen:

Univ.-Prof.in Dr.in Margarethe HOCHLEITNER
Direktorin des Frauengesundheitszentrums an den Universitätskliniken Innsbruck
Leiterin der Koordinationsstelle für Gleichstellung, Frauenförderung und Geschlechterforschung der Medizinischen Universität Innsbruck
Innrain 66 / 1. Stock, A-6020 Innsbruck
Telefon: ++43/(0)512/504-25718
margarethe.hochleitner@i-med.ac.at

 

Medienkontakt

Dr.in Barbara Hoffmann-Ammann
Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit
Medizinische Universität Innsbruck
Telefon: +43 512 9003 71830
Mobil: +43 676 8716 72830
public-relations@i-med.ac.at

 

 

 

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