Kalifornische Studierende besuchten i-med

Die kalifornische Studentengruppe mit ihren Betreuern bei ihren Gastgebern Rektorstellvertreter Univ.-Prof. Manfred Dierich (li), Univ.-Prof. Lukas Huber (3.v.re.) und Univ.-Prof Gottfried Baier (1.v.re.).

13.8.2009

Im Rahmen eines von der California State University Louis Stokes Alliance for Minority Participation (CSU-LSAMP) geförderten „Global Awareness Programs“, besuchten im Juli sechs Studierende der California State University drei Wochen lang die Medizinische Universität Innsbruck. Die Studenten wurden von ihren betreuenden Professoren Katherine Kantardjieff und Bernhard Rupp begleitet und wurden von Rektorstellvertreter Univ.-Prof. Manfred Dierich herzlich empfangen.

Foto: Die kalifornische Studentengruppe mit ihren Betreuern bei ihren Gastgebern Rektorstellvertreter Univ.-Prof. Manfred Dierich (li), Univ.-Prof. Lukas Huber (3.v.re.) und Univ.-Prof Gottfried Baier (1.v.re.).

Zentrales Ziel des „Global Awareness Programs“ ist die Förderung sogenannter „Targeted Students“ in verschiedenen biowissenschaftlichen oder technischen Studienrichtungen, die mit sozialen, Ausbildungs- oder ökonomischen Barrieren konfrontiert sind. Das CSU-LSAMP Programm wird finanziell durch Fonds der US National Science Foundation (HRD-0331537), des CSU-Büros des Rektors und 22 teilnehmender Universitäten unterstützt. Seitens der i-med koordinierte Univ.-Prof. Hans Dieplinger von der Sektion Genetische Epidemiologie mit tatkräftiger Unterstützung der Abteilung für Internationale Beziehungen und Lernzentrum (Leitung Mag. Sabine Edlinger) den Aufenthalt; weitere Gastgeber waren Univ.-Prof. Lukas Huber (Biozentrum, Sektion Zellbiologie) und Univ.-Prof. Gottfried Baier (Sektion Humangenetik).

Strukturbiologische Aufgaben und Schwammerl suchen

Die diesjährige Gruppe bestand aus Alessandra Altamirano (Biochemie, CSU Fullerton), Wendy Avila (Biologie, CSU Pomona), Rebeca Barcellos (Biologie, CSU Los Angeles), Melinda Mendolla (Technische Chemie, San Jose State University), Kevin Park (Mathematik, CSU Fullerton) und Kwame Wiafe (Biochemie, CSU Fullerton). Sie wurde betreut von Katherine Kantardjieff, Professor in Chemie und Biochemie, Biophysikochemikerin und Strukturbiologin und Direktorin des Keck Center for Molecular Structure an der CSU Fullerton, sowie Dr. Bernhard Rupp, einem Mitglied des US National Committee for Crystallography. Dr. Rupp, ein gebürtiger Österreicher, war darüberhinaus auch durch seine Ortskundigkeit (Stichwort: „Schwammerlsuchen“ – für US-Studenten absolutes Neuland) ein sehr wertvolles Mitglied des Betreuerstabs.

Die Studentengruppe war thematisch auf drei Laboratorien aufgeteilt, deren wissenschaftliche Leiter Lukas Huber, Gottfried Baier und Hans Dieplinger drei, in ihren Bereichen angesiedelte, strukturbiologische Aufgabenstellungen vorgaben. Zwei der Projekte, die im übrigen auch in langfristige Kooperationen münden sollen, haben Strukturmodelle von in silico selektierten Protein-Protein Interaktionen im Bereich Cancer (Huber) und T-Cell Signalling (Baier) zum Ziel. Diese Projekte sind Teil der Forschungsschwerpunktprojekte ONCOTYROL und SYBILLA, sowie des Sonderforschungsschwerpunkts der i-med, „Cell proliferation and cell death in tumors“ (SFB021, FWF). Ein drittes Projekt beinhaltet in silico Methoden zur Strukturuntersuchung des Vitamin E-Bindungsproteins Afamin (Dieplinger).

Wiederholung geplant

Die CSU-LSAMP Gruppe wurde auch von Rektorstellvertreter Dierich empfangen, sowie von Univ.-Prof. Johannes Zschocke (Sektion Humangenetik) und Univ.-Prof. Florian Kronenberg (Sektion Genetische Epidemiologie). Dabei hatte sie Gelegenheit, die jeweiligen Arbeitsbereiche näher kennenzulernen. Außerdem nahmen sie aktiv an diversen Laborbesprechungen und Seminaren der jeweiligen Gastgeber teil; Dr. Rupp gab für die gesamte Gruppe ein Strukturbiologie-Spezialseminar zum Thema: „The good, the bad and the ugly: Validation, use, and abuse of crystallographic protein structure models“.

Abseits des wissenschaftlichen Programms absolvierten die amerikanischen Gäste auch ein abwechslungreiches sozial-kulturelles Programm und konnten dabei auch die Attraktionen Tirols, etwa beim Bergwandern und Schwammerlsuchen, genießen. Auf dem Programm standen weiters „Kulturreisen“ nach Salzburg und Wien, das American Football Eurobowl-Finale der Swarco Raiders, die Biocenter Grillparty, sowie etliche intensive Besuche von Innsbrucker Szenelokalen. Die Begeisterung über das „Gesamtprogramm“ war so groß, dass sich beim Abschied am Innsbrucker Flughafen alle sehnlichst eine Wiederholung nächstes Jahr wünschten: mit mehr Studenten, längerem Aufenthalt und noch intensiverem Programm.

(dh)

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© Medizinische Universität Innsbruck - Alle Rechte vorbehaltenMail an i-master - Publiziert am: 13.8.2009, 00:00:00+01:00ximsTwitter LogoFacebook LogoInstagram LogoYoutube Logo