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Neue Professorin Barbara Sinner

Die Medizinische Universität Innsbruck bekommt eine neue Professorin: Barbara Sinner wird die Univ.-Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin leiten. Ende Februar hat sie ihren Vertrag bei Rektor Wolfgang Fleischhacker unterschrieben. Der Dienstantritt erfolgt am 1. April 2022. Die engagierte Ärztin, Forscherin und Lehrende hat bereits an drei renommierten Universitätskliniken Erfahrungen gesammelt.

Für die Innsbrucker Univ.-Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin, eine der größten im deutschsprachigen Raum, beginnt mit Barbara Sinner Anfang April ein neues Kapitel: Rektor Wolfgang Fleischhacker hat die bisherige leitende Oberärztin und stellvertretende ärztliche Direktorin der Univ.-Klinik für Anästhesiologie in Regensburg an der Medizin Uni Innsbruck zur Professorin für Anästhesiologie und Intensivmedizin berufen. Ende Februar erfolgte die Vertragsunterzeichnung. Die Anästhesie und Intensivmedizin stellt den entscheidenden Bereich bei der perioperativen Versorgung der Patientinnen und Patienten vor allem bei komplexeren operativen Eingriffen dar: Es geht nicht nur darum, Schmerzen zu lindern und gegebenenfalls das Bewusstsein auszuschalten, sondern zentrale Aufgabe der AnästhesistInnen ist es, die lebensnotwendigen Funktionen während einer Operation aufrecht zu erhalten und damit einerseits Operationen erst zu ermöglichen, anderseits aber auch die Patientinnen und Patienten möglichst sicher durch diese wichtige Phase zu begleiten. „Ich freue mich auf meine neue Tätigkeit. Die Schwerpunkte der Medizinischen Universität Innsbruck, wie Neurowissenschaften und Transplantationsmedizin, entsprechen sehr gut meinem bisherigen klinischen und wissenschaftlichen Profil,“ sagt Barbara Sinner. „Mir ist die Arbeit im Team und eine gute interdisziplinäre Zusammenarbeit ein besonders großes Anliegen, da in der modernen Medizin nur das Team gewinnen kann.“ Die 52-Jährige hat bereits an drei Universitätskliniken in Heidelberg, Göttingen und Regensburg Erfahrungen in Forschung, Lehre und Krankenversorgung gesammelt. Zusätzlich zu ihrer fundierten klinischen Ausbildung in allen Bereichen der modernen Anästhesie und ihrer erfolgreichen wissenschaftlichen Tätigkeit verfügt Barbara Sinner mit einem Master in Human Ressource Management über besondere Expertise in der MitarbeiterInnenführung, ein Bereich, der ihr sehr am Herzen liegt.

Im Jänner 1959 wurde in Innsbruck das erste selbständige Institut mit einer Lehrkanzel für Anästhesiologie am europäischen Kontinent geschaffen. Die ForscherInnen der Innsbrucker Univ.-Klinik für Anästhesie und Intensivmedizin haben in den vergangenen Jahrzehnten einige maßgebliche Therapieverbesserungen erreicht, beispielsweise in der Notfallversorgung, der Beatmung, bei einem Kreislaufstillstand oder bei der Behandlung von Lawinenverschütteten. „Ich freue mich, diese renommierte und große Universitätsklinik in sehr erfahrene und hochqualifizierte Hände legen zu können“, erklärt Rektor Wolfgang Fleischhacker zur Vertragsunterzeichnung.

Überzeugt hat Barbara Sinner auch mit ihren bisherigen klinischen wie experimentellen Forschungsarbeiten. So hat sie sich mit der möglichen Toxizität von Anästhetika auf das Gehirn von kleinen Kindern beschäftigt und ihre wissenschaftlichen Ergebnisse haben maßgeblich mit dazu beigetragen, dass wir heute wissen, dass eine Anästhesie im Kleinkindesalter keine negativen Auswirkungen auf das sich entwickelnde Gehirn hat. Zu den wissenschaftlichen Schwerpunkten, die sie in Innsbruck weiter ausbauen möchte, gehört besonders das Delir, eine zumeist vorübergehende Störung des Gehirns, die sich klinisch als akute Verwirrtheit in Zusammenhang mit Operationen äußert. Weitere wichtige Themen ihrer klinisch-wissenschaftlichen Tätigkeit sind die Versorgung von PatientInnen mit ECMO, die sowohl die Lunge als auch den Kreislauf ersetzten kann, sowie die Transplantationsanästhesie. „Aus meiner bisherigen klinischen und experimentellen wissenschaftlich Tätigkeit ergeben sich sehr gute Anknüpfungspunkte zu den Forschungsschwerpunkten der Medizinischen Universität Innsbruck“, sagt Sinner.

Die gebürtige Stuttgarterin freut sich auch auf Innsbruck als neuen Lebensmittelpunkt. „Ich liebe die Berge und den Wintersport, insbesondere Langlaufen, und bin daher hier sicherlich gut aufgehoben“, erklärt Sinner, die bereits umgezogen ist und sich schon sehr auf ihren Dienstantritt freut.

(29.03.2022, B. Hoffmann-Ammann)

Weiterführende Links:

https://www.i-med.ac.at/patienten/ukl_anaesthesie-intensiv.html

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