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Innsbrucker Know-How für die International Patellofemoral Study Group

Die wissenschaftliche und klinische Expertise von Assoz. Prof. Priv.-Doz. Mag. Michael Christian Liebensteiner PhD auf dem Gebiet der Erkrankungen des Kniescheibengelenks hat dem Orthopäden kürzlich die Aufnahme in die International Patellofemoral Study Group (IPSG) eingebracht. Damit ist er unter vorwiegend US-amerikanischen KollegInnen einer von wenigen österreichischen Vertretern in diesem ExpertInnenzirkel.

Kniescheiben-Instabilitäten zählen zu den häufigsten Pathologien am Bewegungsapparat. Schon in seiner Diplomarbeit im Rahmen seines Medizin-Studiums in Innsbruck war das patellofemorale Schmerzsyndrom zentrales Thema von Michael Liebensteiner.

„Das lokale alpine Setting bringt es mit sich, dass in Tirol mehr Menschen mit Abnützungen im Kniebereich konfrontiert sind, das Abwärtsgehen, aber auch angeborene Instabilitäten vergrößern die ohnehin schon hohe Belastung im Kniescheibengelenk zusätzlich. Grob gesagt existieren zwei Krankheitsbilder in diesem Bereich: die Instabilität der Kniescheibe (Patellaluxation) und die Arthrose“, so der Orthopäde, der neben dem Medizin- auch ein Sportstudium abgeschlossen hat.

Seine nunmehrige Aufnahme in die International Patellofemoral Study Group, darf als Auszeichnung seiner klinischen und wissenschaftlichen Arbeit verstanden werden. Gerade weil die Kniescheibe andernorts eher eine „stiefmütterliche“ Behandlung erfährt, sei es wichtig, so Liebensteiner, dass Vereinigungen wie die betont multi-disziplinäre und seit 1995 bestehende IPSG das nötige Bewusstsein für dieses wichtige Gelenk schaffen. Zum Austausch neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse findet alle zwei Jahre ein IPSG-Meeting statt, wie im September dieses Jahres in München.

„Im Zentrum jeder wissenschaftlichen und klinischen Bemühung stehen immer Schmerzreduktion und Funktionsverbesserung, denn aus dem Schmerz ergibt sich oft eine negative Evolution der Sportpartizipation von Betroffenen – vom Bergsteigen zum Fahrradfahren zum Schwimmen“, weiß Liebensteiner, der für seine Forschungsarbeiten im Bereich der Kniescheibe in der Vergangenheit auch mit dem Wissenschaftspreis der Internationalen Kniegesellschaft ISAKOS (International Society of Arthroscopy, Knee Surgery and Orthopaedic Sports Medicine) ausgezeichnet wurde.

(D. Heidegger)

Aktuelle Publikationen zum Thema:

  • Liebensteiner MC, Dirisamer F, Balcarek P, Schoettle P. Guidelines for Treatment of Lateral Patella Dislocations in Skeletally Mature Patients. Am J Orthop (Belle Mead NJ). 2017 Mar/Apr;46(2):E86-E96.
  • Ferlic PW, Runer A, Dirisamer F, Balcarek P, Giesinger J, Biedermann R, Liebensteiner MC. The use of tibial tuberosity-trochlear groove indices based on joint size in lower limb evaluation. Int Orthop. 2017 Jun 19.
  • Liebensteiner MC, Ressler J, Seitlinger G, Djurdjevic T, El Attal R, Ferlic P. Femoral antetorsion is related to the morphology of the femoral trochlea. Arthroscopy. 2016 Nov;32(11):2295-2299
  • Ferlic PW, Runer A, Seeber C, Thöni M, Seitlinger G, Liebensteiner MC. Segmental torsion assessment is a reliable method for in-depth analysis of femoral alignment in Computer Tomography. Int Orthop. 2017 Aug 14.
  • Becher C, Attal R, Balcarek P, Dirisamer F, Liebensteiner MC, Pagenstert G, Schöttle P, Seitlinger G, Wagner D.Successful adaption of the Banff Patella Instability Instrument (BPII) 2.0 into German.Knee Surg Sports Traumatol Arthrosc. 2017

 

Links:

Univ.-Klinik für Orthopödie
https://www.i-med.ac.at/patienten/ukl_orthopaedie.html

International Patellofemoral Study Group (IPSG)
http://www.ipsg.org/

 

 

 

© Medizinische Universität Innsbruck - Alle Rechte vorbehaltenMail an i-master - Publiziert am: 13.11.2017, 10:00:43ximsTwitter LogoFacebook Logo