29. April: Weltweiter Tag der Immunologie

Eine dendritische Zelle in einem Lymphgefäß auf dem Weg zum Lymphknoten. Diese Zellen sind essentiell bei der Induktion einer Immunantwort, die wichtig ist um Infektionen und Tumore zu bekämpfen. Copyright: Patrizia Stoitzner und Kristian Pfaller

28.4.2011

Basierend auf einer Initiative der European Federation of Immunological Societies (EFIS) findet heuer bereits zum 7. Mal am 29. April der "Tag der Immunologie" statt. Weltweit wird dadurch auf die Anliegen der immunologischen Forschung und deren Bedeutung für das Gesundheitswesen hingewiesen. Damit soll das öffentliche Bewusstsein für die Bedeutung des Immunsystems als Basis für Gesundheit und Wohlbefinden gestärkt werden.

Foto: Eine dendritische Zelle in einem Lymphgefäß auf dem Weg zum Lymphknoten. Diese Zellen sind essentiell bei der Induktion einer Immunantwort, die wichtig ist um Infektionen und Tumore zu bekämpfen. Copyright: Patrizia Stoitzner und Kristian Pfaller

Obwohl das öffentliche Interesse an einem „starken“ Immunsystem sehr groß ist, sind noch immer viele grundlegende Details über die eigentlichen Reaktionsweisen und deren Relevanz für ein Funktionieren des Immunsystems kaum bekannt. Mit diesem Tag wird auf die Errungenschaften der immunologischen Forschung als auch auf die noch ungelösten Herausforderungen in der Weiterentwicklung einer gezielten Einflussnahme auf das Immunsystem aufmerksam gemacht.

Die ständige Weiterbildung der im Gesundheitsbereich tätigen Personen sowie die Erstellung von Informationsmaterial zur Darstellung der Funktionsweise des Immunsystems stellen wichtige Aktivitäten für die Öffentlichkeit dar. Diese werden von der Österreichischen Gesellschaft für Allergologie und Immunologie in vielfacher Form wahrgenommen. Sie stellt außerdem ein Forum für einen intensiven Forschungsaustausch bereit und unterstützt junge KollegInnen durch Reisestipendien und Forschungspreise.

Zukunftsweisende Forschungsschwerpunkte an der MUI

An der Medizinischen Universität Innsbruck nimmt der Forschungsschwerpunkt Infektiologie und Immunologie eine zentrale Stelle ein und wird durch das „Comprehensive Center for Infection, Immunity and Transplantation (CIIT)“ repräsentiert. Dieses seit 2009 bestehende Center wurde gegründet, um die interdisziplinäre Zusammenarbeit in diesen Schwerpunktsbereichen in Hinblick auf Optimierung der Patientenversorgung, Forschung und Lehre sowie Ausbildung zu fördern. Im Rahmen dieses Centers werden in einer Seminarreihe immunologische Fragestellungen einem wissenschaftlich-klinisch interessierten Publikum vorgestellt und diskutiert. Bei dem jährlich im Juni stattfindenden „Science Day“ (30.6.2011) haben alle Arbeitsgruppen der Medizinischen Universität Innsbruck die Möglichkeit ihre Projekte vorzustellen.

In einem weiteren Forschungsschwerpunkt der Medizinischen Universität Innsbruck nämlich der Onkologie, werden ebenfalls immunologische Fragestellungen bearbeitet. Im Rahmen dieses Schwerpunktes werden die Interaktion zwischen Immunsystem und Tumor sowie die Möglichkeit neuer immuntherapeutischer Behandlungsmöglichkeiten für Krebspatienten erforscht. Diese immunologischen Fragestellungen werden im Rahmen des Doktoratskollegs in „Molecular Cell Biology“ (MCBO) und dem Sonderforschungsbereich SFB021 "Cell Proliferation and Cell Death in Tumors" - beide wurden vor kurzem erfolgreich vom FWF evaluiert und für eine weitere Periode verlängert - bearbeitet.

Das Krebsforschungszentrum Oncotyrol -Center for Personalized Cancer Medicine - hat in den letzten Jahren die angewandte Forschung in Innsbruck gestärkt. Dieser akademisch-industriellen Forschungsverbund ONCOTYROL zielt darauf ab, die Entwicklung und Evaluierung individualisierter Krebstherapien, sowie prognostischer und präventiver Methoden zu beschleunigen. Auch hierbei werden immunologische Fragestellungen im Bereich der Onkologie untersucht.

Um weiterhin „am Puls“ der immunologischen Grundlagenforschung zu bleiben und neuartige diagnostische und therapeutische Konzepte zu entwickeln, wird es in Zukunft wichtig sein, auch weiterhin Strukturen im Bereich Immunologie-Infektiologie-Tumorimmunologie zu etablieren und zu nutzen, die Interaktionen zwischen Grundlagenforschung und Klinik zu stärken. Dadurch soll gewährleistet werden, dass die Forschung im Bereich Immunologie-Infektiologie-Tumorimmunologie an der Medizinischen Universität Innsbruck weiterhin eine hohe internationale Wettbewerbsfähigkeit besitzt.

(red)

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© Medizinische Universität Innsbruck - Alle Rechte vorbehaltenMail an i-master - Publiziert am: 28.4.2011, 00:00:00+01:00ximsTwitter LogoFacebook LogoInstagram LogoYoutube Logo