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HNO-Kongress im besten Sinne

500 ExpertInnen in Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde werden vom 22. bis 26. September in Innsbruck zum 65. Kongress der Österreichischen HNO-Gesellschaft zusammenkommen. Thematisch behandelt die Hybrid-Veranstaltung neueste wissenschaftliche Erkenntnisse rund um die Sinnesfunktionen. Doch auch für PraktikerInnen ist erstmals viel dabei.

Immer mehr Menschen – darunter auch zunehmend junge – erkranken an Tumoren im Kopf-Halsbereich. Und, das ist die gute Nachricht, immer mehr Menschen überleben dank innovativer Krebsmedizin. Umso mehr ist auch die Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde gefordert, die Lebensqualität und damit Sinnesfunktionen – Riechen, Hören, Schmecken – dieser Überlebenden zu erhalten, zu verbessern bzw. wiederherzustellen. Das betrifft freilich nicht nur Betroffene, die an Krebs erkrankt sind sondern eine Vielzahl von PatientInnen, etwa nach Unfällen oder bei Vorliegen neurodegenerativer Krankheiten. In diesem Sinne steht die „Funktion in der HNO-Heilkunde“ im Vordergrund des 65. Österreichische HNO-Kongresses, der vom 22. bis 26. September im Innsbrucker Congress stattfindet.

 „Innsbruck ist eine Hochburg in der modernen Therapie von Hörstörungen. Die Klinik ist ein Hörkompetenzzentrum und wir sind ein Referenzzentrum für Österreich bei kindlichen Hörstörungen. Wir vereinigen Forschungskompetenzen und wir pflegen langjährige Kooperationen mit Industriepartnern, wie der hier ansässigen MED-EL“, hebt Zorowka, Präsident der Österreichischen HNO-Gesellschaft, die Vorzüge des Standorts hervor. Insofern kommt den Hörfunktionen neben den Kopf-, Halstumoren bei diesem Kongress besonderes Gewicht zu. Zorowka, der den diesjährigen Kongress zusammen mit Vizekongresspräsident Jan Andrle (BKH Reutte) ausrichtet, feiert zudem ein persönliches Berufsjubiläum. Seit 25 Jahren leitet er als Direktor die Universitätsklinik für Hör-, Stimm- und Sprechstörungen (HSS). Besonders freut er sich, dass Franz Fischler die Festrede halten wird. Der frühere EU-Kommissar und Präsident des Europäischen Forum Alpbach wird über „Hellhörigkeit“ sprechen.

Eine Besonderheit des Kongresses ist, dass in seiner 65. Auflage erstmals Tutorials in Kleingruppen angeboten werden. Damit soll dem Wunsch vieler niedergelassener HNO-Mediziner entsprochen werden, abseits der Präsentation neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse, auch praxisrelevante Themen zu behandeln. So wird es u.a. Workshops zur Hörgeräteberatung in der Praxis, Schluckstörungen und der heute international standardisierten diätetischen Klassifikation IDDSI (International Dysphagia Diet Standardisation Initiative) zur optimierten Ernährung von Schluckgestörten, neuen Diagnostikverfahren bis hin zu mediko-legalen Fragen für den praktisch tätigen Facharzt geben.

Aufgrund der COVID-19-Pandemie musste die Präsenzveranstaltung heuer auf 500 TeilnehmerInnen (ausgebucht!) begrenzt werden. Für interessiertes Fachpublikum besteht nach Registrierung allerdings die Möglichkeit, den Hauptsitzungen und Rundtischdiskussionen, via Livestream aus Saal 1 auch online zu folgen. Dafür gibt es schon weit mehr als hundert Anmeldungen. Eine Registrierung ist weiterhin möglich. Sollte sich die COVID-Situation kurzfristig verschärfen, sind die Kongressorganisatoren vorbereitet, einen großen Teil der Veranstaltung virtuell zu durchzuführen.

Im Rahmen des Kongresses wird auch Ruth Altenburger, Logopädin an der hiesigen HSS-Klinik, ihr Schwarzweiß-Projekt ausstellen, das sie während der Pandemie initiierte. Unter dem Titel „Covid Mutus – wir kommunizieren weiter“ geben die Bilder unverfälschte Einblicke in die Arbeit der MitarbeiterInnen in Coronazeiten: Vollmontur, Masken, Visiere, Plexiglas-Abtrennungen, aber auch: Stimmtherapie, Artikulationstherapie, Schlucktherapie und die Betreuung von hörgeschädigten bzw. gehörlosen PatientInnen unter erschwerten Bedingungen.

 

 

 

 

 

 

 

 

Weitere Informationen, Programm und Registrierung unter: https://hno.at/hno-kongress-2021/


Das Titelfoto mit Patrick Zorowka wurde vor Beginn der Pandemie aufgenommen.

(TM, 14.09.2021)

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