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29. April: Weltweiter Tag der Immunologie

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27.4.2012

Auf Initiative der „European Federation of Immunological Societies“ (EFIS) findet zum achten Mal am 29. April der "Tag der Immunologie" statt. Weltweit wird auf die Anliegen der immunologischen Forschung und deren Bedeutung für das Gesundheitswesen hingewiesen. Damit soll das Bewusstsein für die Bedeutung des Immunsystems als Basis für Gesundheit und Wohlbefinden gestärkt werden.

Obwohl das öffentliche Interesse an einem „starken“ Immunsystem sehr groß ist, sind noch immer viele grundlegende Details über die eigentlichen Reaktionsweisen und deren Relevanz für ein Funktionieren des Immunsystems kaum bekannt. Mit dem „Tag der Immunologie“ wird auf die Errungenschaften der immunologischen Forschung aber auch auf die noch ungelösten Herausforderungen in der Weiterentwicklung einer gezielten Einflussnahme auf das Immunsystem aufmerksam gemacht.

Die ständige Weiterbildung der im Gesundheitsbereich tätigen Personen sowie die Erstellung von Informationsmaterial zur Darstellung der Funktionsweise des Immunsystems stellen wichtige Aktivitäten für die Öffentlichkeit dar. Diese werden von der Österreichischen Gesellschaft für Allergologie und Immunologie in vielfacher Form wahrgenommen. Sie stellt außerdem ein Forum für einen intensiven Forschungsaustausch bereit und unterstützt junge KollegInnen durch Reisestipendien und Forschungspreise.

Zukunftsweisende Forschungsschwerpunkte an der Medizinischen Universität Innsbruck
An der Medizinischen Universität Innsbruck nimmt der Forschungsschwerpunkt Infektiologie und Immunologie eine zentrale Stelle ein und wird durch das Comprehensive Center for Infection, Immunity and Transplantation repräsentiert. Dieses seit 2009 bestehende Zentrum wurde gegründet, um die interdisziplinäre Zusammenarbeit in diesen Schwerpunktsbereichen in Hinblick auf Optimierung der PatientInnenversorgung, Forschung und Lehre sowie Ausbildung zu fördern. Im Rahmen dieses Centers werden in einer Seminarreihe immunologische Fragestellungen sowie klinische Fallbeispiele in den „Grand Rounds“ einem wissenschaftlich-klinisch interessierten Publikum vorgestellt und diskutiert. Bei dem jährlich im Juni stattfindenden „Science Day“ (28.6.2012) haben alle Arbeitsgruppen der Medizinischen Universität Innsbruck die Möglichkeit ihre Projekte vorzustellen.

In einem weiteren Forschungsschwerpunkt der Medizinischen Universität Innsbruck nämlich der Onkologie, werden ebenfalls immunologische Fragestellungen bearbeitet. Im Rahmen dieses Schwerpunktes werden die Interaktion zwischen Immunsystem und Tumor sowie die Möglichkeit neuer immuntherapeutischer Behandlungsmöglichkeiten für KrebspatientInnen erforscht. Diese immunologischen Fragestellungen werden im Rahmen des Doktoratskollegs in „Molecular Cell Biology“ (MCBO) und dem Sonderforschungsbereich SFB021 "Cell Proliferation and Cell Death in Tumors" bearbeitet. Aufgabe des Doktoratskollegs ist es, Studierenden während ihrer Doktorarbeit eine umfassende onkologisch, molekularbiologisch und immunologisch Ausbildung zu ermöglichen und die Forschung in diesem Bereich weiterzubringen.
Das Krebsforschungszentrum Oncotyrol (Center for Personalized Cancer Medicine) hat in den letzten Jahren die angewandte Forschung in Innsbruck gestärkt. Die Medizinische Universität Innsbruck und die Tilak sind dort die größten Konsortialpartner. Dieser akademisch-industrielle Forschungsverbund zielt darauf ab, die Entwicklung und Evaluierung individualisierter Krebstherapien, sowie prognostischer und präventiver Methoden zu beschleunigen. Auch hierbei werden immunologische Fragestellungen im Bereich der Onkologie untersucht. Die Entwicklung der Tumortherapie, spezielle bei Melanom und urologischen Tumoren,  unter Ausnutzung der besonderen immunogenen Eigenschaften der Dendritischen Zellen ist beispielsweise ein wichtiges immunologisches Projekt innerhalb von Oncotyrol.

Um weiterhin „am Puls“ der immunologischen Grundlagenforschung zu bleiben und neuartige diagnostische und therapeutische Konzepte zu entwickeln, wird es in Zukunft wichtig sein, die Interaktionen zwischen Grundlagenforschung und Klinik zu stärken. Dadurch soll gewährleistet werden, dass die Forschung im Bereich Immunologie-Infektiologie-Tumorimmunologie an der Medizinischen Universität Innsbruck weiterhin eine hohe internationale Wettbewerbsfähigkeit besitzt.

(Ass. Prof.in Priv.Doz.in Dr.in Mag.a Patrizia Stoitzner, Universitätsklinik für Dermatologie und Venerologie/hof)

Bildunterschrift: Eine dendritische Zelle auf dem Kollagengeflecht der Haut auf ihrem Weg zum Lymphknoten, um dort eine Immunantwort auszulösen. Dendritische Zellen sind essentiell bei der Induktion einer Immunantwort gegen Infektionen und Tumore.
Copyright: Kristian Pfaller

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© Medizinische Universität Innsbruck - Alle Rechte vorbehaltenMail an i-master - Publiziert am: 27.4.2012, 12:20:00ximsTwitter LogoFacebook LogoInstagram LogoYoutube Logo