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Otto Loewi Gesellschaft: Werner Poewe für 40 Jahre Parkinsonforschung ausgezeichnet

Die 2017 in Innsbruck gegründete Otto Loewi Gesellschaft fördert die Erforschung aller Erkrankungen des autonomen Nervensystems (ANS). Zum Start der zweiten Jahrestagung Anfang Februar wurde Werner Poewe für seine 40jährige Forschungsarbeit zu Parkinson und vergleichbaren neurodegenerativen Erkrankungen ausgezeichnet. In Rahmen der „Otto Loewi Memorial Lecture“ referierte der mehrfach ausgezeichnete Neurologe über neueste Erkenntnisse zur Rolle des ANS bei Erkrankungen wie Parkinson.

Otto Loewi´s Forschungsarbeiten an Froschherzen führten zur Entdeckung der ersten Neurotransmitter. Durch die Forschungsarbeiten von Loewi und Henry H. Dale konnte Acetylcholin entdeckt werden. Für diese Erkenntnisse zur chemischen Übertragung bei Nervenimpulse bekamen beide Wissenschafter 1936 den Nobelpreis für Medizin. Zu dieser Zeit war der Pharmakologe Otto Loewi in Graz tätig und wurde 1938 auf Grund seiner jüdischen Herkunft aus Österreich vertrieben. 1946 erhielt Loewi die us-amerikanische Staatsbürgerschaft. Seit 2017 erinnert die in Innsbruck gegründete „Otto Loewi Gesellschaft“ an den Pionier der modernen Neurowissenschaften. Innsbruck zählt zu einem der führenden Zentren der ANS Forschung und in der Behandlung von zum Teil seltenen ANS Erkrankungen inklusive der Multisystematrophie (MSA). Um die Kompetenzen weiter zu forcieren und die wissenschaftlichen Tätigkeiten in diesem Bereich voranzutreiben, hat Gregor Wenning, Leiter der neurologischen Arbeitsgruppe an der Innsbrucker Univ.-Klinik für Neurologie (Werner Poewe) 2017 die Otto Loewi Gesellschaft gegründet.

Werner Poewe hielt Otto Loewi Memorial Lecture
Anfang 2019 fand in Innsbruck die zweite Jahrestagung statt, zu der erneut zahlreiche hochkarätige Vortragende aus verschiedenen europäischen Zentren kamen. Zum Auftakt der Veranstaltung wurde Werner Poewe ausgezeichnet, für seine 40jährige Forschungsarbeit zu Parkinson und vergleichbaren neurodegenerativen Erkrankungen. Poewe, der zu den weltweit meistzitierten Wissenschaftern Österreichs zählt, erhielt die Auszeichnung für seinen wesentlichen Beitrag zur Erforschung der Pathogenese und der Ursachen sowie zur Entwicklung neuer Therapiewege von neurodegenerativen Erkrankungen wie Parkinson. Ende des Jahres wird der langjährige Direktor der Univ.-Klinik für Neurologie emeritieren.

Im Rahmen der „Otto Loewi Memorial Lecture“ referierte Poewe über die aktuellsten Erkenntnisse zum Zusammenhang der Synukleinopathie und ANS. Das autonome Nervensystem könnte insbesondere bei der Entstehung von neurodegenerativen Erkrankungen, bei denen es zu einer Ablagerung von unlöslichem und fehlgefaltetem Alpha-Synuclein-Protein kommt, eine wichtige Rolle spielen. Zu dieser Gruppe von Erkrankungen zählen unter anderem Parkinson aber auch MSA. Die Forschungserkenntnisse sollen dazu beitragen, die Frühdiagnose dieser mit einer Synukleionopathie verbundenen Krankheiten zu verbessern.

Jungforscher ausgezeichnet

Im Sinne einer zielgerichteten Nachwuchsförderung wurden im Rahmen der diesjährigen Tagung drei Young Investigator Otto Loewi Awards vergeben. Die PreisträgerInnen sind:

André Viveiros (Univ.-Klinik für Innere Medizin IV, Innsbruck):
Immunosuppression Inhibition ameliorates T-cell mediated Autoimmune Autonomic Ganglionopathy

Sabine Eschlböck (Univ.-Kinik für Neurologie, Innsbruck): Behavioural and cognitive dysfunction in MSA: a single center cohort study

Miguel Lemos (Univ.-Klinik für Neurologie, Innsbruck): Combined therapy for disease modification in MSA: experimental evidence

 

(B. Hoffmann-Ammann)

 

Weitere Informationen:

OLG - Otto Loewi Gesellschaft

Univ.-Klinik für Neurologie

Abteilung für Neurobiologie

 

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