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Auszeichnung für Talenteförderung an der Medizinischen Universität Innsbruck

Sowohl die Medizinische Universität Innsbruck als auch die Leopold-Franzens-Universität Innsbruck erhielten den erstmals in Österreich verliehenen „Nurturing Talents Prize“. Die Überreichung fand im Rahmen des FFG Forums in Wien vor zahlreichen Ehrengästen wie EU-Kommissar Carlos Moedas und Bundesminister Heinz Faßmann statt. Der Preis unterstützt die Aktivitäten zur Stärkung der ERC-Performance. Dass beide Preise nach Innsbruck gehen, ist eine Auszeichnung für den Wissenschaftsstandort Tirol.

Der „Nuturing Talents Prize“ wurde heuer zum ersten Mal überreicht. Die Medizinische Universität Innsbruck und die Leopold-Franzens-Universität Innsbruck wurden für ihre Talente-Förderung mit besonderem Augenmerk auf den ERC (European Research Council) ausgezeichnet. Rektor Wolfgang Fleischhacker nahm den Preis in Wien entgegen. „Wir an der Medizinischen Universität Innsbruck verfolgen ein Konzept zur Förderung von ERC-Anträgen, das auf folgenden drei Säulen beruht: Finanzielle Anreize, Training und Support sowie Infrastruktur. Dazu hat die Medizinische Universität Innsbruck maßgeschneiderte Unterstützungsprogramme entwickelt, die Forscherinnen und Forschern das Stellen von Anträgen erleichtern. Darüber hinaus haben wir mit dem Neubau der Inneren Medizin Süd beispielsweise neue Forschungsverfügungsflächen, die so eingerichtet sind, dass wir flexibel auf die Bedürfnisse von neuen ERC-Preisträgerinnen und Preisträgern reagieren können“, erklärte Rektor Wolfgang Fleischhacker bei der Preisüberreichung im Rahmen des FFG-Forums in Wien. „Dass beide Innsbrucker Universitäten hier ausgezeichnet wurden, ist eine besondere Anerkennung für den Wissenschaftsstandort Tirol und unsere Bemühungen, wissenschaftliche Talente zu fördern.“  Die Medizinische Universität Innsbruck war bei der letzten ERC-Advanced-Grants Ausschreibung mit drei ausgezeichneten Forschern die erfolgreichste Universität in Österreich.  Im Bereich Life Sciences lag die Medizinische Universität Innsbruck damit gleichauf mit der Universität Oxford (GB) und zählte bei dieser Ausschreibung somit zum Kreis der erfolgreichsten Universitäten in Europa. Die Forschungsvorhaben von Gottfried Baier (Zellgenetik), Zlatko Trajanoski (Bioinformatik) und Andreas Villunger (Entwicklungsimmunologie) werden mit 7,5 Millionen Euro gefördert werden.

 Rektor Wolfgang Fleischhacker gratulierte Wolfram Rieneck für das ausgezeichnete Mentoring-Konzept und bedankte sich persönlich, auch im Namen von Vizerektorin Christine Bandtlow, für seinen Einsatz.Die Förderung von wissenschaftlichen Talenten ist für das Rektoratsteam ein wichtiges Anliegen. Rektor Wolfgang Fleischhacker und Vizerektorin Christine Bandtlow bedankten sich daher auch bei Wolfram Rieneck, der im Servicecenter Forschung der Medizinischen Universität Innsbruck zuständig ist für internationale Projekte sowie Kooperationsprojekte zwischen der Universität und der Wirtschaft, für sein großes Engagement. Rieneck betreut die ERC-Anträge und hat das ausgezeichnete Mentoring-Konzept verfasst.

 Auszeichnung für Talenteförderung an heimischen ERC-Gastinstitutionen
"Die ERC Grants haben sich als Goldstandard für Forschungsexzellenz längst etabliert und sind entsprechend begehrt“, betont Wissenschafts- und Forschungsminister Univ. Prof. Dr. Heinz Faßmann. Gemeinsam mit Univ. Prof. Dr. Helga Nowotny, Gründungsmitglied und ehemalige Präsidentin des Europäischen Forschungsrates (ERC), zeichnete er heute beim FFG FORUM 2018 die Universität Innsbruck und die Medizinische Universität Innsbruck mit dem „Nurturing Talents Prize 2018“ aus. Der mit je 10.000 Euro dotierte Anerkennungspreis für ERC-Mentoring wurde auf Initiative des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Forschung (BMBWF) ins Leben gerufen und gemeinsam mit der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft FFG und dem Wissenschaftsfonds FWF konzipiert. Ziel ist es, österreichische Hochschulen und Forschungseinrichtungen bei ihren Aktivitäten zur Stärkung ihrer ERC-Performance zu motivieren und unterstützen sowie einen Beitrag zur internationalen Sichtbarkeit und Attraktivität des Forschungsstandorts Österreich zu leisten. Die beiden Universitäten wurden in einem von der FFG durchgeführten Ausschreibungsverfahren von einer unabhängigen, internationalen Jury ausgewählt.

 „Europa kann ein Gravitationszentrum für junge Talente in Wissenschaft und Forschung werden. Um das vorhandene Potenzial voll auszuschöpfen, müssen wir uns sowohl auf europäischer Ebene als auch auf Ebene der Mitgliedstaaten weiter bewegen“, betont Minister Faßmann. Der „Nurturing Talents Prize“ solle dabei (potentielle) österreichische ERC Gastinstitutionen motivieren, „noch innovativer und origineller bei der Talenteförderung zu agieren“, so Faßmann. „Wissenschaftliche Talente brauchen ein fruchtbares Umfeld, um ihr Potenzial entfalten zu können. Wenn das Ziel ERC Grant heißt, sind Universitäten und Forschungsinstitutionen gefordert, durch Mentoring und andere Maßnahmen die Bedingungen für das Gelingen zu schaffen. Ich freue mich, dass es auch in Österreich gelungen ist, solche Programme zu initiieren“, so Helga Nowotny, Vorsitzende des ERA Council Forum Austria.

 „Wir unterstützen als Nationale ERC-Kontaktstelle Forscherinnen und Forscher an Hochschulen und in Forschungseinrichtungen bestmöglich bei ihrem ERC-Engagement. Mit Erfolg, wie die seit Beginn von ‚Horizon 2020‘ im Jahr 2014 eingeworbenen 194 Millionen Euro zeigen“, so die beiden FFG-Geschäftsführer Dr. Henrietta Egerth und Dr. Klaus Pseiner. „Diese Bemühungen gehen Hand in Hand mit den Maßnahmen an den Einrichtungen selbst. Gemeinsam kann uns eine nachhaltige und umfassende Talenteförderung gelingen, um beim Einwerben der wertvollen ERC Grants noch besser abzuschneiden.“

„Insbesondere bei den ERC Grants zeigt sich, wie wichtig das Zusammenspiel zwischen nationaler und europäischer Forschungsförderung ist, da eine gut aufgestellte nationale Förderungslandschaft Voraussetzung ist, um auch auf europäischer und internationaler Ebene erfolgreich zu sein“, betont Dr. Klement Tockner, Präsident des Wissenschaftsfonds FWF. „Rund 80 Prozent der ERC Grantees haben einen FWF-Track-Record“, so Tockner. „Die Unterstützung der Einrichtungen in Bezug auf Mentoring-Aktivitäten trägt dazu bei, das vorhandene wissenschaftliche Potenzial gemeinsam weiter zu  heben und österreichische Spitzenforschung international noch weiter zu stärken.“  

Zum „Nurturing Talents Prize“
Der „Nurturing Talents Prize“ wurde vom damaligen Wissenschafts- und Forschungsminister Dr. Harald Mahrer beim Europäischen Forum Alpbach 2017 angekündigt und anlässlich des besonderen Geburtsstages von Helga Nowotny, Gründungsmitglied und ehemalige Präsidentin des Europäischen Forschungsrates (ERC), ihr zu Ehren ins Leben gerufen. Mit dem Preis werden Institutionen ausgezeichnet, die in den Augen einer internationalen Jury (bestehend aus vier ExpertInnen, darunter zwei ERC Grantees) die überzeugendsten Konzepte für Mentoring-Aktivitäten im Hinblick auf den ERC erarbeitet haben. Die Mentoring-Konzepte können sowohl Maßnahmen enthalten, die bereits umgesetzt werden, als auch für die Zukunft geplante Aktivitäten umfassen. Damit soll der Preis auch jene Forschungsinstitutionen ansprechen, die sich künftig ebenfalls als ERC-Gastinstitution positionieren wollen.

 (Red., B. Hoffmann-Ammann)

 

 

© Medizinische Universität Innsbruck - Alle Rechte vorbehaltenMail an i-master - Publiziert am: 13.9.2018, 17:01:00ximsTwitter LogoFacebook LogoInstagram LogoYoutube Logo