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NEWS_VASCage_082018

VASCage: Erfolgsgeschichte mit beabsichtigter Fortsetzung

Knapp 90 Publikationen, ein Frauenanteil von fast 70 Prozent, eine überdurchschnittlich hohe Beteiligung von PhD-Studierenden und eine Patentanmeldung – das sind nur einige Eckdaten der Erfolgsbilanz des seit 2014 laufenden Tiroler K-Projekts VASCage. Damit wurden viele Ziele übertroffen und ein solides Fundament für die angepeilte Fortführung des COMET-Projekts als K1-Zentrum geschaffen.

Das Anfang Juli abgehaltene Meeting des VASCage Konsortiums war das letzte in der vierjährigen Laufzeit des von der Forschungsförderungsgesellschaft unterstützten und im Rahmen von COMET-Competence Centers for Excellent Technologies abgewickelten Forschungsprojektes. Auf dem Programm standen Posterpräsentationen und die Lectures von Chris J. Packard, Atherosklerose-Experte und Direktor für Forschung und Entwicklung am NHS Greater Glasgow & Clyde, Scotland, sowie von dem Neurologen Heinrich Mattle, vormals Leiter der Neurologischen Poliklinik und des Stroke Zentrums am Universitätsspital Bern. Über einen „Young Talent Award“ für Ihre Poster durften sich dieses Mal die JungforscherInnen Simon Moosmang (LFU), Anna Katherina Stock (MUI) und Birgit Simon-Nobbe (PLUS) freuen.

Solider Grundstock für K1-Zentrum
Stefan Kiechl und Johann Willeit, die Leiter des K-Projekts können sich gemeinsam mit Ihren Teilprojekt-LeiterInnen Ursula Kiechl-Kohlendorfer, Herbert Tilg, Michael Knoflach, Günter Weiss, Günter Lepperdinger, Siegfried Weger und Frank Sievertsowie weiteren beteiligten ForscherInnen über viele große Forschungserfolge im Rahmen von VASCage freuen. Auf dem Weg zum besseren Verständnis der Gefäßalterung und zu besseren Therapien bei Herzinfarkt und Schlaganfall gab es besonders hervorzuhebende und in Top-Journalen veröffentlichte Forschungsbeiträge, wie etwa die Arbeit zur lebensverlängernden Wirkung von spermidinreicher Ernährung (Higher spermidine intake is linked to lower mortality: Prospective population-based study. AJCN) oder jene zur Schlüsselrolle des Mikrobioms bei human Erkrankungen (The Intestinal Microbiota in Colorectal Cancer. Cancer Cell)   außerdem auch eine Arbeit zum bestmöglichen Outcome für PatientInnen des Tiroler Schlaganfallpfad (Thrombolysis and clinical outcome in patients with stroke after implementation of the Tyrol Stroke Pathway: a retrospective observational study. The Lancet) oder auch ein Paper über den Zusammenhang eines breiten Panels von Apolipoproteinen mit kardiovaskulären Erkrankungen (Very-Low-Density Lipoprotein–Associated Apolipoproteins Predict Cardiovascular Events and Are Lowered by Inhibition of APOC-III, Journal of the American College of Cardiology).

Eine weitere VASCage-Erfolgsgeschichte ist die Anmeldung eines Patents auf eine spezielle miRNA. Dabei handelt es sich um einen organspezifischen Biomarker, mit dessen Hilfe das individuelle Risiko für das Auftretendes metabolischen Syndroms und Typ-2 Diabetes erfasst werden kann, womit Richtlinien für Lebensstil und Therapie entwickelt werden können. Ein europäisches Unternehmen nimmt bereits eine Option auf das Patent und mit der wissenschaftlichen Vorarbeit zu den Fettstoffwechsel regulierenden  Apolipoproteinen steht auch schon die nächste verwertbare Innovation bevor.

Neben dem erfolgreichen Abschluss der 25 Jahre Verlaufsuntersuchung und Erweiterung der prospektiven Bruneck Studie und der Rekrutierung der EVA (Early Vascular Aging)-Kohorte als Meilensteine des im September auslaufenden VASCage-Projektes, lassen sich auch das hohe Maß an Internationalität, die zahlreichen Firmenbeteiligungen, der Aufbau einer eigenen Lecture-Series und die gelungene Zusammenarbeit mit der Leopold-Franzens Universität als Glanzpunkte der Erfolgsbilanz verbuchen.

Der Antrag für ein K-Zentrum wurde bei der 5. Ausschreibung COMET-Zentren (K1) eingebracht. Ende November dieses Jahres werden Stefan Kiechl und sein Team wissen, ob ein international anerkanntes K1-Forschungszentrum zur Gefäßalterung und eine gemeinsame Plattform mit der Wirtschaft zur Umsetzung von Innovationen am Standort Innsbruck etabliert werden kann.

(D. Heidegger)

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K-Projekt VASCage

© Medizinische Universität Innsbruck - Alle Rechte vorbehaltenMail an i-master - Publiziert am: 6.8.2018, 09:11:00ximsTwitter LogoFacebook LogoInstagram LogoYoutube Logo