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Ursula Mattersberg mit LR Bernhard Tilg, Rektor Wolfgang Fleischhacker, Klinikdirektor Thomas Müller (v. re. n. li.) und den beiden AssistentInnen Suha (li. vorne.) und Leonie (re. vorne) bei der Vertragsunterzeichnung. Foto: MUI/D. Bullock.

Neue Chancen für krebskranke Kinder

Die KrebspatientInnen der Innsbrucker Kinderklinik sollen so rasch wie möglich von den neuesten, wissenschaftlichen Erkenntnissen profitieren. Die Kinderkrebshilfe für Tirol und Vorarlberg unterstützt daher die kinderonkologische Forschung der Medizinischen Universität Innsbruck mit 500.000 Euro. Mit den Mitteln wird die Durchführung und Teilnahme an Studien, aber auch eine eigene Professur für den Bereich Kinderonkologie finanziert.

Die Kinderkrebsforschung ist eine Erfolgsgeschichte der modernen Medizin. Noch in den 1960igern lagen die Heilungschancen für krebskranke Kinder unter 20 Prozent. Dank neuester Therapien, die in zertifizierten Zentren wie der Innsbrucker Kinderklinik angewendet werden, beträgt die 5-Jahre-Überlebensrate heute über 80 Prozent. „Wir möchten einen Beitrag dazu leisten, dass die kleinen Patientinnen und Patienten so schnell wie möglich von diesen neuesten Erkenntnissen aus der Forschung profitieren“, erklärt Ursula Mattersberger, Obfrau der Kinderkrebshilfe für Tirol und Vorarlberg.

Spende in dieser Höhe für Innsbrucker Kinderklinik ist einzigartig
„Eine Spende in dieser Höhe für die Kinderklinik ist einzigartig. Unser Dank gilt daher dem Verein und allen Spenderinnen und Spendern, die es uns damit ermöglichen, einen Beitrag zur Verbesserung der Therapien für krebskranke Kinder zu leisten. Wir werden eine Professur für den Bereich Kinderonkologie schaffen, um diesen Bereich, in der Wissenschaft, Lehre und Krankenversorgung nachhaltig zu stärken“, erklärt Rektor W. Wolfgang Fleischhacker. Mit der großzügigen Unterstützung für die kinderonkologische Forschung der Medizinischen Universität Innsbruck kann darüber hinaus die Durchführung und Teilnahme an klinischen Studien gefördert werden. Das Wissen über die Langzeitfolgen einer Krebserkrankung im Kindesalter soll sich erhöhen. Daher sind klinische Beobachtungsstudien über die Langzeitergebnisse bis in das Erwachsenenalter geplant.

„Verneigung“ vor den Mitgliedern der Kinderkrebshilfe
Der Gedanke der Selbsthilfe war die Gründungsidee der Kinderkrebshilfe für Tirol und Vorarlberg im Jahr 1987. Gesundheitslandesrat Bernhard Tilg führt aus: „Mitglieder sind auch heute noch vorwiegend Eltern krebskranker Kinder sowie ehemals krebskranke Kinder und Jugendliche. Gemeinsam mit ihren Sponsoren hat diese Schicksalsgemeinschaft eine unglaubliche Summe von 500.000 Euro für die vertiefte kinderonkologische Forschung zur Verfügung gestellt. Diese Spende ermöglicht noch bessere Heilungschancen bei der Diagnose Krebs. Ich verneige mich vor diesen engagierten Menschen, die das Leid und den Schmerz der kleinsten Krebspatientinnen und -patienten weiter verhindern oder verringern wollen. Danke!“

Innsbrucker Kinderonkologie ist Zentrum der höchsten Versorgungsstufe
Auch der Direktor der Innsbruck Kinderklinik, Thomas Müller, bedankte sich bei der Kinderkrebshilfe für Tirol und Vorarlberg. „Meinem Team und mir ist es sehr wichtig auszudrücken, wie dankbar wir für diese wertvolle Unterstützung sind und wir werden mit großem Engagement die Forschungsarbeit vorantreiben.“ Die Kinderonkologie in Innsbruck ist ein sogenanntes Tertiärzentrum, also Zentrum der höchsten Versorgungsstufe für Westösterreich und Südtirol. 2017 wurden 77 Kinder und Jugendliche mit einer Krebserkrankung stationär versorgt. Die häufigsten Krebserkrankungen in dieser Altersgruppe sind Leukämien (30 Prozent) und Hirntumore (23 Prozent).

(B. Hoffmann-Ammann)

Weitere Informationen:

- Kinderkrebshilfe für Tirol und Vorarlberg

- Univ.-Klinik für Pädiatrie I

© Medizinische Universität Innsbruck - Alle Rechte vorbehaltenMail an i-master - Publiziert am: 7.6.2018, 12:38:00ximsTwitter LogoFacebook LogoInstagram LogoYoutube Logo