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DFK-Studienförderpreis für Thomas Gehmacher

Ausgezeichnete Studienleistungen werden vom Deutschen Freundeskreis der Universitäten in Innsbruck (DFK) jährlich mit Studienförderpreisen für Studierende an den Innsbrucker Universitäten belohnt. Von der Medizinischen Universität Innsbruck ist es in diesem Jahr der Humanmedizin-Studierende Thomas Gehmacher, der die Ausschreibungskriterien hundertprozentig erfüllt und dafür ausgezeichnet wird.

Eine außergewöhnliche berufliche und persönliche Leistungsbilanz sowie engagierte Zukunftspläne und -projekte bilden die Kriterien, nach denen eine Jury über die Vergabe der DFK-Studienförderpreise entscheidet. Der Deutsche Freundeskreis ist bereits seit Jahrzehnten eine wichtige Förderinstitution der Universitäten in Innsbruck und hat seine Fördertätigkeit seit 2007 auch auf die Medizinische Universität Innsbruck und das Management Center Innsbruck (MCI) ausgeweitet. Vergangenen Donnerstag  wurden die Preise im Rahmen einer kleinen Feier am MCI an insgesamt sechs Studierende – Thomas Gehmacher von der Medizinischen Universität Innsbruck, Isabel Dittmann und Nadja Neuner-Schatz von der Uni Innsbruck sowie Natalie Lugstein, Lukas Krane und Matthias Pirs vom MCI – verliehen. Univ.-Prof. Dr. W. Wolfgang Fleischhacker, Rektor der Medizinischen Universität Innsbruck und DFK-Vorsitzender Dr. Yorck Schmidt, übergaben den Förderpreis an Thomas Gehmacher.

Fokus auf genetischem Risikofaktor für Morbus Crohn
Der in Bregenz geborene Humanmedizin-Student Thomas Gehmacher nimmt in seiner von Univ.-Prof. Dr. Herbert Tilg betreuten Diplomarbeit das Protein Glutathion Peroxidase 4 (GPX4) ins Visier, das in genom-weiten Assoziationsstudien als genetischer Risikofaktor für Morbus Crohn identifiziert wurde. Chronisch entzündliche Darmerkrankungen (CED) wie Morbus Crohn und Colitis Ulcerosa steigen weltweit in Inzidenz und Prävalenz und stellen einen hohen, lebenslangen Leidensdruck für die oft jungen Patientinnen und Patienten dar. „Die Erforschung von Kandidatengenen und der damit verbundenen Signalwege ist essentiell, um die Biologie chronischer Darmentzündung besser zu verstehen und gezielt therapeutisch dagegen vorgehen zu können“, beschreibt Thomas Gehmacher die Zielrichtung seiner Diplomarbeit. Das nun im Fokus stehende GPX4 schützt in verschiedenen Zelltypen vor Ferroptose, einer jüngst entdeckten Form von reguliertem, nicht apoptotischem Zelltod. Die Rolle des im Darmepithel stark exprimierten Proteins ist für die Homöostase des Darms allerdings kaum erforscht. „Wir vermuten nun, dass im Darmepithel die Kontrolle von oxidativem Stress durch GPX4 für die zelluläre Homöostase benötigt wird und das Fehlen des Proteins intestinale Inflammation begünstigt“, kommentiert Gehmacher die Ausgangslage seiner Forschungsarbeit, in der er die Wirkung einer gestörten GPX4-Aktivität auf die Funktion von Darmepithelzellen und die intestinale Homöostase aufklären will.

Mit dem Studienförderpreis des DFK will sich der ehrgeizige Student im kommenden Studienjahr klinisch oder wissenschaftlich im Ausland weiterbilden. „Ein Forschungsaufenthalt in einem renommierten europäischen Labor mit Schwerpunkt anwendungsorientierte immunologische Forschung wäre spannend“, meint Thomas Gehmacher, der außerdem noch ein klinisches Projekt in Ghana plant. Von einem sechswöchigen Aufenthalt im April und Mai 2018 am „Korle-Bu Teaching Hospital" der Medizinischen Universität  von  Ghana  erwartet er sich  Einblicke  in  ein  völlig  anderes  Gesundheitswesen. „Ich begeistere mich sowohl für Klinik als auch für Wissenschaft und werde nun eines der beiden erwähnten Projekte mithilfe des DFK-Studienförderpreises realisieren können“, freut sich der angehende Mediziner.

(D. Heidegger)

Links:

DFK
https://www.uibk.ac.at/service/dfk.html

Univ.-Klinik für Innere Medizin I
https://www.i-med.ac.at/patienten/ukl_inneremedizin1.html

 

 

 

 

© Medizinische Universität Innsbruck - Alle Rechte vorbehaltenMail an i-master - Publiziert am: 29.11.2017, 08:48:31ximsTwitter LogoFacebook Logo