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v. l.: Vizerektor Gustav Fraedrich ehrte Peter Lukas im Rahmen der Informationsveranstaltung, bei der Jürgen Brunner (MUI/Tirol Kliniken), Sylvia Füszl (BMG), Stefan Strasser (BASG/AGES) und Alexander Dürr (PHARMIG) referierten.

Nutzen und Bedeutung Klinischer Forschung

Das Koordinierungszentrum für Klinische Studien (KKS) lud Mitte Jänner zu einer Fortbildung: Die neuen, gesetzlichen Änderungen im Bereich der Klinischen Forschung, die sogenannte „Clinical Trials Regulation“ und ihre praktische Auswirkung, wurden beleuchtet. Der Vizerektor für Klinische Angelegenheiten, Univ.-Prof. Dr. Gustav Fraedrich, nutzte die Gelegenheit, den langjährigen Leiter der Innsbrucker Ethikkommission, Univ.-Prof. Dr. Peter Lukas, auszuzeichnen.

Klinische Forschung ist für den Fortschritt in der Medizin unerlässlich. Oberste Prämisse ist die Sicherheit der PatientInnen. Klinische Studien finden daher stets in einem streng reglementierten Umfeld statt. Während aktuell vor allem die nationale Gesetzgebung die Durchführung klinischer Forschung regelt, dürfte ab 2018 die EU-weite „Clinical Trials Regulation“ gelten. Nach einer kurzen Übergangsfrist sollen europaweit, standardisierte Abläufe die klinische Forschung einheitlich regeln. Die neuen Vorschriften versprechen aber nicht nur Transparenz in allen Bereichen, sondern werden auch in der praktischen Anwendung zu maßgeblichen Veränderungen führen. „Die Umstellung stellt uns alle vor große Herausforderungen“, erklärte der Vizerektor für Klinische Angelegenheiten, Univ.-Prof. Dr. Gustav Fraedrich in seinen einführenden Worten. Unterstützung bei der Umsetzung erhalten die ForscherInnen am Medizinstandort Innsbruck vom KKS (Koordinierungszentrum für Klinische Studien, KKS) der Medizinischen Universität Innsbruck. „Wir bieten allen Beteiligten an klinischer Forschung nicht nur entsprechende Fort- und Weiterbildungen an. Wir unterstützen die akademische Forschung im Bereich der Planung, Durchführung, Auswertung und Berichterstattung von klinischen Studien von Arzneimitteln und Medizinprodukten sowie in der Grundlagenforschung gemäß den geltenden Gesetzen und Regularien“, sagt Mag.a Sabine Embacher-Aichhorn, Leiterin des KKS. Durch das umfassende Serviceangebot soll der hohe Standard klinischer Studien in Innsbruck weiter angehoben werden und der Medizinforschungsstandort Innsbruck gestärkt werden. Pro Jahr berät das OE CTC/ KKS rund 90 Projekte.

17 Jahre Leiter der Ethikkommission: o.Univ.-Prof. Dr. Peter Lukas
Zu den TeilnehmerInnen der Fortbildung zählte auch o.Univ.-Prof. Dr. Peter Lukas. Bis Anfang Jänner 2017 hatte der Direktor der Innsbrucker Univ.-Klinik für Strahlentherapie-Radioonkologie 17 Jahre lang die Ethikkommission der Medizinischen Universität Innsbruck geleitet. Im Rahmen seiner ehrenamtlichen Kommissionstätigkeit hat der Wissenschafter über 200 Sitzungen geleitet und exakt 5.555 Erstanträge bearbeitet. Für seinen Einsatz für die Ethikkommission und den Medizinstandort Innsbruck ist Univ.-Prof. Peter Lukas von der Medizinischen Universität Innsbruck mit dem Ehrenzeichen ausgezeichnet worden. Der Vizerektor für Klinischen Angelegenheiten, Univ.-Prof. Gustav Fraedrich nutzte die Veranstaltung, um die Ehrung zu überreichen und Univ.-Prof. Lukas für seine Verdienste auszuzeichnen. Ebenfalls im Publikum vertreten war der neue Leiter der Ethikkommission. Univ.-Prof. Dr. Ludwig Wildt. Der ehemalige Vorstand der Innsbrucker Univ.-Klinik für Gynäkologische Endokrinologe und Reproduktionsmedizin war im Herbst letzten Jahres in Rente gegangen und hatte dann die Leitungsfunktion der Ethikkommission übernommen.

Roadshow zur neuen Clinical Trials Regulation

Rund 100 ForscherInnen und MitarbeiterInnen aus dem Bereich klinische Forschung waren zur „Roadshow“ der neuen „Clinical Trials Regulation“ gekommen. Die Informationsveranstaltung wurde vom Bundesministerium für Frauen und Gesundheit, dem Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen, der PHARMIG, der Gesellschaft für Pharmazeutische Medizin (GPMed) und dem KKS (Koordinierungszentrum für Klinische Studien) der Medizinischen Universität Innsbruck organisiert. Das Wissenstransferzentrum West sowie der Life Science Cluster der Standortagentur Tirol unterstützen die Fortbildung.

(B. Hoffmann-Ammann)

Weitere Informationen:

- KKS

- Ethikkommission der Medizinischen Universität Innsbruck

 

© Medizinische Universität Innsbruck - Alle Rechte vorbehaltenMail an i-master - Publiziert am: 6.2.2017, 11:08:00ximsTwitter LogoFacebook Logo