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Chancen und Herausforderungen in der modernen Krebstherapie

Um neue Lösungsansätze für die Herausforderungen im Bereich der Entwicklung neuer und effizienter Krebstherapien zu ermitteln, trafen sich Anfang März maßgebliche Stakeholder zur 8th Alpine Conference des CDDF (Cancer Drug Development Forum) in Buchen bei Telfs. Das Meeting wurde von CDDF-Vorsitzendem ao.Univ.-Prof. Dr. Heinz Zwierzina von der Universitätsklinik für Innere Medizin V einberufen.

Weil sich die Komplexität der Erkrankung Krebs auch in der Therapie- und Wirkstoffentwicklung und den damit zusammenhängenden wissenschaftlichen, regulatorischen und wirtschaftlichen Prozessen widerspiegelt, sind der Austausch und die Abstimmung zwischen allen beteiligten Akteuren besonders wichtig. Deshalb initiiert das Cancer Drug Development Forum CDDF unter der Leitung von Prof. Zwierzina bereits seit vielen Jahren regelmäßig Meetings, in deren Rahmen aktuelle Entwicklungen und Anforderungen aufgegriffen und mögliche Lösungsansätze diskutiert werden.

Die 8th CDDF Alpine Conference ist als High-Level-Meeting konzipiert und vereint in diesem Jahr vom 2. bis 4. März rund 80 WissenschafterInnen, KlinikerInnen, RepräsentatnInnen von Pharmaunternehmen und Regulationsbehörden sowie PatientenvertreterInnen in Tirol. „Wir freuen uns besonders, dass wir auch heuer wieder mit Vertretern der FDA (Food and Drug Administration), also der behördlichen Lebensmittelüberwachungs- und Arzneimittelzulassungsbehörde der Vereinigten Staaten, sowie der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) persönlich ins Gespräch kommen und außerdem auch mit Repräsentanten des Health Technology Assessment HTA – jenem Prozess, der zur systematischen Bewertung medizinischer Technologien und Arzneimittel so etwas wie eine Kosten-Nutzen-Rechnung erstellt – zusammentreffen.“, so Prof. Zwierzina. 

Als Leiter des Labors für Translationale Onkologie der Univ.-Klinik für Innere Medizin V  (Direktor Univ.-Prof. Dr. Günther Gastl), behandelnder Onkologe und Vorsitzender des CDDF kennt Prof. Heinz Zwierzina Problemfelder und Kernfragen aus erster Hand: „Wir diskutieren nicht nur die vielversprechende, medizinische Rolle von personalisierter Krebstherapie und insbesondere der Immuntherapie, sondern auch strukturelle Herausforderungen, die sich aus den Möglichkeiten der modernen Gentechnologie ergeben.“ Schließlich ist die Wissenschaft heute in der Lage, das Krankheitsbild Krebs molekularbiologisch in mehrere Untergruppen zu unterteilen, indem entsprechende Biomarker identifiziert werden, also Proteine, die mit dem Ansprechen auf biologische Krebstherapien korrelieren. Im Labor von Prof. Zwierzina werden etwa 3D-Zellkulturmodelle entwickelt,  die mittels Krebszellen und Immunzellen die Identifikation von prädiktiven Biomarkern ermöglichen und damit eine Aussage über Ansprechbarkeit auf die Therapie zulassen. Daraus ergeben sich bestimmte PatientInnenpopulationen, die allerdings immer kleiner werden, was wiederum die Durchführbarkeit von klinischen Studien beeinflusst und somit die Notwendigkeit neuer Studiendesigns mit sich bringt.

Die verschiedenen Themen des Meetings sollen in der Folge zur Etablierung gezielter Workshops führen.

(D.Heidegger)

 

Links:

Cancer Drug Development Forum CDDF
http://cddf.org/

Univ.-Klinik für Innere Medizin V, Hämatologie und Onkologie
https://www.i-med.ac.at/patienten/ukl_inneremedizin5.html

 

© Medizinische Universität Innsbruck - Alle Rechte vorbehaltenMail an i-master - Publiziert am: 4.3.2015, 09:44:38ximsTwitter LogoFacebook Logo