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Medizinische Universität Innsbruck beruft Professorin für Experimentelle Frauenheilkunde

Seit 1. Oktober ist Univ.-Prof.in Dr.in Nicole Concin Professorin für Experimentelle Frauenheilkunde an der Medizinischen Universität Innsbruck. Die Oberärztin des Departments für Frauenheilkunde (Leitung: Univ.-Prof. Dr. Christian Marth) hat sich durch ihre entsprechende fachliche Qualifikation und ihre erfolgreiche internationale Forschungstätigkeit zu gynäkologischen Malignomen, insbesondere zum Ovarialkarzinom, für diese Position qualifiziert.

Als neue Professorin für Experimentelle Frauenheilkunde soll Univ.-Prof.in Dr.in Nicole Concin die Vernetzung zwischen Grundlagenforschung und klinischer Entwicklung im Fachgebiet Frauenheilkunde vorantreiben. „Für diese Position sollten die Bewerber und Bewerberinnen fundierte Kenntnisse im Bereich der Grundlagenforschung, der translationalen und der klinischen Forschung speziell auf dem Gebiet der gynäkologischen Onkologie aufweisen“, erklärte Rektor Univ.-Prof. Dr. Herbert Lochs bei der Vertragsunterzeichnung. „Wir freuen uns, mit Nicole Concin eine hoch qualifizierte junge Wissenschafterin berufen zu können, die darüber hinaus die Qualifikation als Fachärztin für Frauenheilkunde erworben hat.“ Prof.in Concin hat eine hervorragende Expertise sowohl in der Forschung als auch in der klinischen Tätigkeit und ist damit bestens dafür qualifiziert, die Vernetzung beider Bereiche insbesondere auf dem Gebiet der gynäkologischen Onkologie weiter voranzutreiben.

Besondere Leistungen in der Krebsforschung

Prof.in Nicole Concin hat in Wien Medizin studiert und 1998 promoviert. Sie arbeitete zunächst an der Wiener Universitätsklinik für Frauenheilkunde und wechselte dann zum Absolvieren der Gegenfächer an das Landeskrankenhaus Bregenz. Während  ihres Medizinstudiums in Wien hat sie im Labor für Molekulare Onkologie (Leitung: Prof. Robert Zeillinger) mit ihrer wissenschaftlichen Forschungsarbeit begonnen. Prof.in Concin ist insbesondere für ihre Forschungsarbeiten zum Ovarialkarzinom international renommiert. 2004 wies sie erstmals nach, dass spezielle Formen eines Gens (Isoformen von p73) im Eierstockkrebsgewebe im Vergleich zu Normalgewebe erhöht vorkommen. Das Ovarialkarzinom weist die höchste Mortalitätsrate unter den gynäkologischen Malignomen auf. „Dementsprechend gibt es gerade bei Patientinnen mit Eierstockkrebs einen hohen Bedarf an effektiven, innovativen Therapiestrategien“, erklärt Prof.in Concin, die 2005 den Univ.-Prof. DDr. Karl Fellinger Forschungspreis der Österreichischen Krebshilfe für besondere Leistungen in der Krebsforschung erhalten hatte. Zuvor hatte Prof.in Concin ein Jahr lang in einem Labor an der Stony Brook University in New York Gewebeproben der Innsbrucker Klinik für Frauenheilkunde analysiert. Diese ausgezeichnete Forschungsarbeit war eine Kooperation mit Univ.-Prof. Dr. Robert Zeillinger, der die Proben in Wien auf ihren p53-Mutations-Status untersuchte. 2006 erhielt Prof.in Concin den Hugo-Husslein-Preis der Österreichischen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe und im selben Jahr den Forschungspreis der Sanofi-Aventis Stiftung. 2007 wurde sie mit dem Wissenschaftspreis des Landes Vorarlberg ausgezeichnet.

Grundlagenforschung ist essentiell für die Entwicklung neuer Therapien

Seit Ende 2000 ist die gebürtige Vorarlbergerin Assistenzärztin und seit 2006 Oberärztin an der Universitätsklinik für Frauenheilkunde der Medizinischen Universität Innsbruck. 2006 hat die heute 39jährige die Facharztprüfung für Frauenheilkunde absolviert und im April desselben Jahres habilitiert. Seit 2004 ist sie Leiterin einer wissenschaftlichen Arbeitsgruppe am Department für Frauenheilkunde. Ein primäres Ziel ihrer zukünftigen neuen Tätigkeit als Professorin für Experimentelle Frauenheilkunde wird unter anderem auch das Einwerben von Drittmitteln sein. „Wir möchten fundierte Erkenntinisse aus der Grundlagenforschung in die Klinik bringen und rasch in einen Vorteil für Patientinnen umwandeln“, sagt Prof.in Concin. „Grundlagenforschung ist essentiell, um neue Therapiemöglichkeiten zu entwickeln. Wir müssen zuerst wissen, wie eine Erkrankungen funktionieren, um dann durch innovativen therapeutischen Ansätzen gezielt gegen sie vorgehen zu können.“

 

Weiterführende Links:

Department für Frauenheilkunde: https://www.i-med.ac.at/patienten/dept_frauenheilkunde.html

 

(B. Hoffmann)

© Medizinische Universität Innsbruck - Alle Rechte vorbehaltenMail an i-master - Publiziert am: 9.10.2012, 13:48:05ximsTwitter LogoFacebook LogoInstagram LogoYoutube Logo