Didaktik-Kursangebot: Sommersemester 2026

Hier finden Sie alle Kurse und Angebote für das aktuelle Semester nach Themenbereichen sortiert. Kurse, die für Habiliationswerber:innen als Pflicht- (P) oder Wahlmodul (W) gelten sind entsprechend gekennzeichnet.
Die Anmeldung erfolgt, nach Bestätigung der Allgemeinen Geschäftsbedingungen, direkt in i-med-inside. Dort sind auch die jeweiligen Kurskosten ersichtlich.
Sollten Sie über keinen i-med-inside Zugang oder nur über einen externen Nutzer:innen-Account verfügen, wenden Sie sich bitte an fortbildung@i-med.ac.at.
Basiskompetenzen für Lehrende
Über den Kurs
Ethik spielt im Gesundheitswesen und der damit verbundenen Forschung eine besondere Rolle. Kompetenzen, die in diesem Modul vertieft werden sollen sind das Erkennen ethischer Fragen in diesem Umfeld, die Entwicklung ethisch begründeter Handlungen, sowie eine Erhöhung des Bewusstseins bezüglich des Konfliktpotentials verschiedener Wertvorstellungen, die hier wichtig sind. Wir gehen dabei näher auf folgende Bereiche ein: nicht-klinische und klinische Forschung; Institutions- und Organisationsethik; gesellschaftliche und kulturelle Auswirkungen medizinischer Praxis. Ausgehend von praktischen Erfahrungen der Teilnehmenden soll der Bezug zu relevanten Konzepten hergestellt und darauf basierend überlegt werden, wie konkrete Handlungen aussehen müssten, um der Vielschichtigkeit ethischer Fragen ein Stück weit gerecht zu werden. Ethikkompetenz ist für alle Lehrenden wichtig, die entweder Studierende in die klinische Praxis einführen und /oder im Forschungsbetrieb Studierende zum wissenschaftlichen Arbeiten anleiten.
Termin
25. März 2026, 09:00–17:00 Uhr
Teilnahmemodus
Flipped-Classroom: Vorbereitungsaufgabe & Präsenzkurs
Die Teilnehmenden erhalten vorab per E-Mail alle notwendigen Informationen zur Vorbereitung.
Abschluss
Teilnahmebestätigung
Über den Kurs
Die Berücksichtigung geschlechterspezifischer Aspekte ist heute ein zentrales Qualitätskriterium in Wissenschaft und Lehre und wird durch Institutionen, wissenschaftliche Journals und Fördergebende gleichermaßen eingefordert. Der Kurs befähigt Lehrende, zentrale Begriffe, Konzepte und Methoden zur Berücksichtigung genderspezifischer Aspekte in der Wissenschaft und insbesondere im medizinischen Kontext zu verstehen und systematisch in Lehre, Betreuung von Abschlussarbeiten sowie in eigene Forschungsvorhaben zu integrieren. Darüber hinaus erhalten die Teilnehmenden einen praxisnahen Überblick über relevante Vorgaben von Fördergebenden und deren Bedeutung für Drittmittelanträge während oder nach der Habilitation. Ergänzend stärkt der Kurs die Sensibilität für diskriminierungsfreie Sprache als wesentlichen Bestandteil professioneller Lehre und Zusammenarbeit.
Der Kurs ist in fünf thematische Blöcke gegliedert: Konzepte, Forschung, Forschungsstätte, Fördergebende und Sprache. Zentrale Inhalte sind die Definition und Operationalisierung von sex und gender, ihre empirische Relevanz für medizinische Fragestellungen sowie aktuelle wissenschaftliche Diskurse. In Gruppenarbeiten reflektieren die Teilnehmenden ihr eigenes Lehr- oder Forschungsfeld anhand der SAGER-Richtlinien. Impulsvorträge zu Förderlogiken und institutionellen Rahmenbedingungen werden durch Diskussionen ergänzt. Den Abschluss bildet ein Fokus auf bias-freie Sprache, optional verbunden mit einer gemeinsamen Analyse eines wissenschaftlichen Artikels.
Lernziele
Nach Abschluss dieses Kurses sind die Teilnehmenden befähigt,
- die Konzepte „sex“ und „gender“ fachlich korrekt zu definieren und für die eigene Forschung zu operationalisieren.
- die Notwendigkeit der Berücksichtigung von „sex“ und „gender“ in Forschung und Lehre argumentativ zu vertreten.
- „sex“ und „gender“ richtlinienkonform in Forschungsanträgen zu berücksichtigen.
- bias-freie Sprache in Lehre, Forschung und beruflicher Kommunikation anzuwenden.
- institutionelle Maßnahmen zur Frauenförderung sowie den Arbeitskreis für Gleichbehandlungsfragen bedarfsorientiert zu nutzen.
Termin
16. April 2026, 08:00–12:00 Uhr
Teilnahmemodus
Flipped-Classroom: Vorbereitungsaufgabe & Präsenzkurs
Die Teilnehmenden erhalten vorab per E-Mail alle notwendigen Informationen zur Vorbereitung.
Abschluss
Teilnahmebestätigung
Über den Kurs
Konflikte sind im Klinik- und Forschungalltag unvermeidbar – sei es im Team, mit Vorgesetzten oder im Kontakt mit PatientInnen und Angehörigen. Nicht die Unterschiede selbst, sondern der Umgang mit ihnen entscheidet, ob Spannungen eskalieren oder konstruktiv gelöst werden. In diesem Seminar lernen Sie, Konfliktdynamiken besser zu verstehen, Eskalationen frühzeitig zu erkennen und mit klaren, souveränen Strategien zu reagieren. Neben schwierigen Gesprächssituationen und typischen Kommunikationsfallen geht es auch um den Einfluss unterschiedlicher Denk- und Kommunikationsstile. Praxisnahe, interaktive Übungen stärken Ihre Sicherheit im Umgang mit Konflikten und Ihre Klarheit in herausfordernden Situationen
Termin
22. April 2026, 09:00–16:00 Uhr
Teilnahmemodus
Präsenzkurs
Abschluss
Teilnahmebestätigung
Über den Kurs
Der Workshop Lehren und Lernen in interaktiven Seminaren richtet sich an Lehrende unterschiedlicher medizinischer Fachbereiche und Wissenschaftler/innen aus den vorklinischen Studienabschnitten, die anwendungsorientiert moderne Konzepte der Gestaltung von Lehrveranstaltungen kennen lernen und ihr didaktisch-methodisches Repertoire erweitern möchten.
Termin
folgt
Teilnahmemodus
Präsenzkurs
Abschluss
Teilnahmebestätigung
Über den Kurs
Am Ende des Workshops werden Sie wissen, wie die kumulativen Modulprüfungen an der Medizinischen Universität Innsbruck konzipiert sind. Sie kennen die drei an der Medizinischen Universität Innsbruck benutzten Multiple-Choice (MC) – Formate und wissen, welche Kompetenzen mit MC Fragen geprüft werden. Sie werden Lehrinhalte und Lernziele und strukturiert in MC Fragen umwandeln und typische Fehler (v.a. Cueing) bei der Fragenerstellung vermeiden können.
Termin
22. April 2026, 09:00-15:00 Uhr
Teilnahmemodus
Flipped-Classroom: Vorbereitungsaufgabe & Präsenzkurs
Die Teilnehmenden erhalten vorab per E-Mail alle notwendigen Informationen zur Vorbereitung.
Abschluss
Teilnahmebestätigung
Über den Kurs
Start in die Lehre ist die didaktische Basisqualifzierung der Medizinischen Universität Innsbruck und findet im Blended-Learning Format statt. Details zum Ablauf sowie aktuelle Termine finden Sie hier.
Termine
Aktuelle Termine finden Sie hier.
Teilnahmemodus
Blended Learning Kurs: Online-Selbstlernkurs + zwei vertiefende Präsenzkurse
Abschluss
Zertifikat "Hochschuldidaktische Basisqualifzierung"
*Habilitationswerber:innen absolvieren diesen Kurs als Pflichtmodul.
Über den Kurs
Als führende MedizinerInnen und WissenschaftlerInnen sind Sie für Teams verantwortlich. Wertschätzende Führung geht auf Erwartungen und Bedürfnisse von Mitarbeitenden ein und behält zugleich die übergeordneten Ziele im Blick. Dieser Workshop hilft Ihnen, Ihr eigenes Führungsverhalten zu reflektieren und auf die Zusammensetzung Ihres Teams zu achten. Sie lernen teamdynamische Prozesse zu verstehen und aktiv zu gestalten. Dabei spielen auch wirksame Delegation, klare Kommunikation und effektives Besprechungsmanagement eine Rolle. Anhand von Kurzvorträgen, praktischen Beispielen und interaktiven Übungen lernen Sie, Rahmenbedingungen zu schaffen, um Ihr Team noch erfolgreicher zu machen.
Termin
5. März 2026, 09:00-16:00 Uhr
Teilnahmemodus
Präsenzkurs
Abschluss
Teilnahmebestätigung
Klinisch-praktische Lehrformate
Über den Kurs
Der Einsatz von Simulationspersonen (SPs) in der Lehre wird ein immer wichtigerer Bestandteil hochwertiger medizinischer Ausbildung. SPs können auch in allen Bereichen Ihrer Lehre (Vorlesungen, Praktika und Prüfungen) zum Einsatz kommen, insbesondere dort, wo es um die Simulation realer Bedingungen in Ihrem Unterricht geht. In fast allen medizinischen Bereichen sind implizit kommunikative Teile enthalten. Diese können durch den Einsatz von SPs sichtbar gemacht und leicht trainiert werden. Die Darstellung realistischer Übungs- und Demonstrationsszenarien können z.B. verschiedene körperliche Untersuchungen, unterschiedliche Gesprächssituationen, interprofessionelle Teamkommunikation, Fallvorstellungen, etc. umfassen. SPs werden mittlerweile standardmäßig in Lehrveranstaltungen und bei OSCE-Prüfungen an der MUI eingesetzt.
Ihnen werden grundlegende Informationen über SPs (Was ist das? Woher kommt das? Wieso ist der Einsatz von SPs sinnvoll? Welche Methoden kommen zum Einsatz? Wie könnte eine konkrete SP-Einheit für meinen Unterricht aussehen? etc.) und Bausteine zum Einsatz dieser gegeben (z.B. Feedbackmethoden). Im Rahmen von Kleingruppenarbeit erstellen Sie Fallvignetten für den Einsatz in Ihrem Unterricht und diese erproben Sie im Anschluss mithilfe der anwesenden SP.
Lernziele
Nach Abschluss dieses Kurses sind die Teilnehmenden befähigt,
- die Rolle und Funktionen von SPs im Unterricht zu verstehen,
- konstruktives Feedback zu geben, das Sicherheit, Motivation und Reflexion fördert,
- Rollenskripte für SPs zu erstellen,
- Lernziele für den eigenen Unterricht zu definieren, die besonders gut mit SPs trainiert werden können,
- SPs in Lehrveranstaltungen und Prüfungen sinnvoll einzusetzen.
Termin
folgt
Teilnahmemodus
Flipped-Classroom: Vorbereitungsaufgabe & Präsenzkurs
Die Teilnehmenden erhalten vorab per E-Mail alle notwendigen Informationen zur Vorbereitung.
Abschluss
Teilnahmebestätigung
Über den Kurs
Die Curricula der Medizinischen Universität Innsbruck sehen praxisorientierte und integrierte Lehre sowie früheren Patientenkontakt vor. Ein Element in der Lehre, das den Praxisbezug verstärken soll, ist das Problemorientierte Lernen (POL) in Form von Kleingruppenunterricht. Diese Unterrichtsmethode wird an der Medizinischen Universität Innsbruck von POL Coaches, welche eine entsprechende Ausbildung absolviert haben, durchgeführt.
Termin
folgt
Teilnahmemodus
Präsenzkurs
Abschluss
Teilnahmebestätigung
Digitale Lehrkompetenzen
Über das Zertifikat
Mit dem Zertifikat Digitale Lehrkompetenz erweitern Lehrende der Medizinischen Universität Innsbruck ihre didaktischen Fähigkeiten für eine zeitgemäße digitale Lehre. Das Programm überstreckt sich über 100 Stunden (4 ECTS) auf zwei Semester und startet jeweils im März. Die Zertifikatskurse sind als Wahlmodule für die Habilitation anrechenbar.