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Innovation: Medizin Uni Innsbruck startet ersten Master-Lehrgang für Genetisches und Genomisches Counselling

  • Steigender Bedarf an interdisziplinärer Beratung vor und nach genetischen Analysen
  • Rüstzeug für zukunftsorientierte Karriere im Bereich der Medizinischen Genetik
  • Berufsbegleitendes Studium entspricht internationalen Standards

Um den steigenden Bedarf an professioneller Beratung und Kommunikation vor und nach einer genetischen Untersuchung abzudecken, bietet die Medizinische Universität Innsbruck ab Herbst 2019 erstmals im deutschsprachigen Raum einen Universitätslehrgang für „Genetisches und Genomisches Counselling“ an. Mit diesem innovativen Studium soll der Weg zu einem zeitgemäßen biomedizinischen Beruf geebnet werden.

Innsbruck, 26.3.2019: „Die stark zunehmende Verfügbarkeit genetischer Tests für verschiedenste medizinische Fragestellungen bringt auch einen steigenden Bedarf an kompetenter Kommunikation und Aufklärung mit sich. Hintergründe, Methoden, Ergebnisse und Konsequenzen von genetischen Untersuchungen müssen den Betroffenen professionell und wertfrei weitergegeben werden, schließlich haben sie oft  lebensbestimmende Folgen“, beschreibt Johannes Zschocke, Leiter der Innsbrucker Sektion für Humangenetik sowie des neuen Master-Studiums die Ausgangslage. Pro Jahr nehmen mehr als tausend Ratsuchende die medizinisch-genetische Sprechstunde an der Innsbrucker Sektion für Humangenetik in Anspruch, um erbliche Krankheiten bei sich selbst oder in der Familie, altersbedingte Risiken, habituelle Aborte, Totgeburten und Fertilitätsstörungen oder die Sorge vor erblichen Tumordispositionen abzuklären und sich in ihrer individuellen Entscheidungsfindung unterstützen zu lassen.

Oktober 2019: Startschuss für zukunftsorientierte Fortbildung
Der Beruf des genetischen und genomischen Counsellors ist bereits in vielen Ländern in Europa und weltweit verankert, im deutschsprachigen Raum fehlte es bisher jedoch an professionellen Ausbildungsmöglichkeiten. Diese Lücke wird nun von der Medizinischen Universität Innsbruck geschlossen. „Wie in anderen Bereichen der Medizin ist es im Bereich der Medizinischen Genetik sinnvoll, interdisziplinäre Teams aus ärztlichen und nicht-ärztlichen Berufsgruppen zu etablieren, die unterschiedliche Aspekte der auch gesetzlich vorgeschriebenen genetischen Beratung kompetent übernehmen können“, betont Johannes Zschocke. MedizinerInnen, PsychologInnen, NaturwissenschaftlerInnen und Angehörige von Gesundheitsberufen mit mindestens einem Bachelorabschluss gehören zur Zielgruppe des neuen Master-Lehrgangs, der als berufsbegleitendes und fünf Semester umfassendes Studium organisiert ist.
Der neue Universitätslehrgang startet am 7. Oktober 2019 in Innsbruck. Interessierte können Ihre Bewerbung ab sofort unter info19@gencouns.at einreichen. Weitere Informationen und Details unter https://www.gencouns.at/
Die AbsolventInnen des innovativen Studiums, das die Medizinische Universität Innsbruck in Kooperation mit der Fachhochschule für Gesundheit Tirol durchführt, werden zu Wegbereitern eines modernen biomedizinischen Berufs, der maßgeblich zur individuellen Entscheidungshilfe für Ratsuchende betragen soll.

Innsbrucker Expertise
Medizinisch-genetische Beratungen, klinische Untersuchungen und medizinisch indizierte genetische Analysen werden in Innsbruck an der Sektion für Humangenetik durchgeführt. Die Sektion gehört wissenschaftlich, klinisch und labordiagnostisch zu den führenden Instituten in Österreich und nimmt außerdem in der Modernisierung und Qualitätskontrolle der genetischen Diagnostik eine Vorreiterrolle ein. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der molekularen und funktionellen Charakterisierung von angeborenen Stoffwechselkrankheiten, der klinischen und genetischen Klärung der Ursachen von Entwicklungsstörungen bei Kindern und der molekulargenetischen Diagnose von erblichen Krebserkrankungen. Ein besonderes Qualitätsmerkmal zeigt sich in der ausgezeichneten interdisziplinären Zusammenarbeit der Humangenetik mit anderen Kliniken am Standort.

 

Details zur Medizinischen Universität Innsbruck

Die Medizinische Universität Innsbruck mit ihren rund 2.000 MitarbeiterInnen und ca. 3.000 Studierenden ist gemeinsam mit der Universität Innsbruck die größte Bildungs- und Forschungseinrichtung in Westösterreich und versteht sich als Landesuniversität für Tirol, Vorarlberg, Südtirol und Liechtenstein. An der Medizinischen Universität Innsbruck werden folgende Studienrichtungen angeboten: Humanmedizin und Zahnmedizin als Grundlage einer akademischen medizinischen Ausbildung und das PhD-Studium (Doktorat) als postgraduale Vertiefung des wissenschaftlichen Arbeitens. An das Studium der Human- oder Zahnmedizin kann außerdem der berufsbegleitende Clinical PhD angeschlossen werden.

Seit Herbst 2011 bietet die Medizinische Universität Innsbruck exklusiv in Österreich das BachelorstudiumMolekulare Medizin“ an. Seit dem Wintersemester 2014/15 kann als weiterführende Ausbildung das Masterstudium „Molekulare Medizin“ absolviert werden.

Die Medizinische Universität Innsbruck ist in zahlreiche internationale Bildungs- und Forschungsprogramme sowie Netzwerke eingebunden. Schwerpunkte der Forschung liegen in den Bereichen Onkologie, Neurowissenschaften, Genetik, Epigenetik und Genomik sowie Infektiologie, Immunologie & Organ- und Gewebeersatz. Die wissenschaftliche Forschung an der Medizinischen Universität Innsbruck ist im hochkompetitiven Bereich der Forschungsförderung sowohl national auch international sehr erfolgreich.

Pressebild  zum Herunterladen: (Copyright: MUI/J.Hetfleisch)


Johannes Zschocke, Direktor der Innsbrucker Sektion für Humangenetik, leitet das neue Master-Studium.

Für Rückfragen:
Univ.-Prof. Dr. med. Johannes Zschocke PhD
Sektion für Humangenetik
Tel.: +43 512 9003 70500
E-Mail: Johannes.Zschocke@i-med.ac.at

 

Medienkontakt:
Doris Heidegger
Öffentlichkeitsarbeit
Medizinische Universität Innsbruck
Innrain 52, 6020 Innsbruck, Austria
Telefon: +43 512 9003 70083,
Mobil: +43 676 8716 72083
public-relations@i-med.ac.at, www.i-med.ac.at

 

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