Silbernes Verdienstzeichen der Republik Österreich für Marco Freek

Bundespräsident Alexander Van der Bellen hat Marco Freek das Silberne Verdienstzeichen der Republik Österreich verliehen. Stellvertretend für das Staatsoberhaupt überreichten Landeshauptmann Anton Mattle den Orden und Landtagspräsidentin Sonja Ledl-Rossmann das Dekret bei einem Festakt im Großen Saal des Tiroler Landhauses. Mit dieser Auszeichnung wird auch die Bedeutung privater Forschungsfinanzierung gewürdigt.
Seit über 20 Jahren ist Marco Freek an der Medizinischen Universität Innsbruck in verschiedenen Schlüsselfunktionen tätig: Als Finanzcontroller und später als gut vernetzter Verantwortlicher für strategische Belange der Universität, zu welchen Qualitätssicherungsverfahren und Fundraising zählen. In der Laudatio der Regierung wurde hervorgehoben, dass Marco Freek „die institutionelle Weiterentwicklung der MUI durch Fachkompetenz und außergewöhnliche Loyalität mitgeprägt hat: Durch sein Wirken konnten Stiftungsvermögen und Spenden für Forschung und Nachwuchsförderung gewonnen werden – ein nachhaltiger Gewinn nicht nur für die MUI, sondern für den gesamten Tiroler Wissenschaftsstandort.“
Die MUI als Expert:innenorganisation
Marco Freek versteht die MUI als große Wissensorganisation: „Alle Angehörigen unserer Universität leisten einen Dienst an der Gesellschaft, für die Wissenschaft, die Lehre und am regionalen Gesundheitswesen mit internationaler Strahlkraft. So freut es mich, Stiftungen und Privatpersonen mit unserer Universität zu vernetzen. Immer wieder habe ich erlebt, wie die Lebensqualität wissenschaftsinteressierter Privatleute durch den Kontakt mit unseren Forscher:innen und Studierenden bereichert wurde. Der von der Gesellschaft an die MUI gerichtete Anspruch hoher Arbeitsqualität kann nur gemeinschaftlich entstehen. Dies umfasst ebenso die Unterstützung durch gemeinnützige Organisationen und Spender:innen, auf die wir standortpolitisch angewiesen sind. Mit dem Rückhalt in der Tiroler Bevölkerung können wir die international sichtbare Infrastruktur unserer Forschungsgruppen und Kliniken aufrechterhalten. Gesellschaftspolitische Unterstützung misst sich auch an der Bereitschaft von Privatpersonen, die medizinischen Projekte unserer Leistungsträger:innen ideell und materiell zu fördern.“
„Marco Freeks Engagement steht exemplarisch für unsere wissenschaftspolitische Verantwortung“, so Rektor Gert Mayer. Es sei eine zentrale Aufgabe der Universitäten, „öffentliches Bewusstsein für den gesellschaftlichen Stellenwert von Forschung und ihrer Lehre zu schaffen“. Der Rektor zeigt sich erfreut über die nationale Wahrnehmung der Science-Fundraising-Aktivitäten der MUI, die zur Verleihung des Ehrenzeichens an seinen Mitarbeiter im Rektorat geführt haben. Dank der Unterstützung von Privatpersonen konnten in den letzten Jahren kleine und große Vorhaben umgesetzt werden. Diese reichen von Kleinspenden für Diplomarbeiten bis zur Finanzierung von fachlich gewidmeten Forschungspreisen. Zuwendungen an die MUI werden vom Finanzamt automatisch steuerlich berücksichtigt. Viele Spender:innen schätzen ihre Privatsphäre und wünschen keine mediale Berichterstattung. Privatpersonen, die die MUI unterstützen möchten, können sich direkt an den amtierenden Rektor wenden – sie werden von Marco Freek bezüglich der Möglichkeiten gerne beraten.
Zur Person
Marco Freek war 2006 Gründer des Instituts für Atemgasanalytik der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Seit mehr als 20 Jahren ist er Geschäftsführer der International Association of Breath Research (IABR). 2015 hat er zusammen mit dem Präsidenten der Polnischen Chemischen Gesellschaft die IABR-Medaille gestiftet, mit welcher jährlich herausragende Wissenschafter:innen für ihr Lebenswerk im Fach der Spurengasanalytik – unter anderem für die Anwendung im medizinisch-diagnostischen Bereich – ausgezeichnet werden. Marco Freek ist Präsident und Vorstandsmitglied mehrerer gemeinnütziger Privatstiftungen zur Förderung der Wissenschaften im In- und Ausland. Zu seinen akademischen Schwerpunkten zählen die Hochschulqualitätssicherung, das Gesundheitswesen im Hinblick auf die UN-Nachhaltigkeitsagenda 2030, strukturierte Philanthropie, die Ökonomisierung des Politischen, die Governance des Hauses Habsburg sowie das Goldene Vlies. Marco Freek studierte an den Universitäten Innsbruck, Wien und Notre Dame (Indiana, USA) und schloss bislang vier Studien auf Magister-/Master-Niveau ab. Er wurde vom Fundraising Verband Austria nach internationalen Standards als Fundraising Executive zertifiziert. Seit 2012 ist Marco Freek Stabsmitarbeiter des Rektors bzw. der Rektorin der MUI.
(11. Juni 2026, Text: RED, Bild: Matthias Sedlak/Land Tirol)