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Schnellere Untersuchungen, präzisere Bilder: Neue MRT-Generation in Innsbruck

Höhere Bildqualität, kürzere Untersuchungszeiten, moderne Software-Unterstützung und mehr Komfort für Patient:innen: In den vergangenen zweieinhalb Jahren wurden vier der insgesamt sechs MRT-Systeme an der Universitätsklinik für Radiologie und der Core Facility Neurowissenschaftliche Bildgebungsforschung in Innsbruck erneuert. Drei der fünf klinischen Geräte wurden durch moderne Systeme mit 1,5 beziehungsweise 3 Tesla ersetzt, hinzu kommt ein neues 3-Tesla-MRT für die Forschung. Rund 24.000 klinische MRT-Untersuchungen werden in Innsbruck jährlich durchgeführt, weitere rund 2.000 wissenschaftliche Untersuchungen allein am Forschungs-MRT.

 „Mit der neuen MRT-Generation können wir Untersuchungen schneller sowie effizienter durchführen und gleichzeitig eine sehr hohe Bildqualität erzielen. Moderne Software unterstützt uns zusätzlich, und für die Patient:innen wird die Untersuchung angenehmer,“ so fasst Elke Gizewski, Direktorin der Universitätsklinik für Radiologie, die Modernisierung zusammen. Die neue Gerätegeneration verbindet technologische Weiterentwicklung mit einem konkreten Nutzen für den klinischen Alltag: Bessere Bilder können schneller zur Verfügung gestellt und Untersuchungen effizienter durchgeführt werden.

Bis zu 50 Prozent kürzere Untersuchungszeiten

Ein wesentlicher Fortschritt liegt in den KI-gestützten Verfahren zur Rekonstruktion der MRT-Bilder. Sie verbessern die Bildqualität und ermöglichen gleichzeitig deutlich kürzere Untersuchungen. Je nach medizinischer Fragestellung kann die Untersuchungszeit um 20 bis 50 Prozent reduziert werden. Das ist angesichts begrenzter MRT-Kapazitäten von großer Bedeutung und kommt unmittelbar den Patient:innen zugute. Sie müssen weniger lange im Gerät liegen. Unter geeigneten Bedingungen können zudem ein bis zwei zusätzliche Untersuchungen pro Stunde durchgeführt werden. Wie groß der Zeitgewinn im Einzelfall ausfällt, hängt unter anderem von der Art der Untersuchung ab.

Mehr Komfort und Sicherheit

Auch der Komfort wurde verbessert. Neue Entertainmentsysteme sollen insbesondere längere Untersuchungen angenehmer gestalten und das Befinden im MRT verbessern. Da ein MRT im Kinder-Herz-Zentrum installiert ist, sind hier besonders auch für Kinder die Untersuchungen deutlich angenehmer geworden. Damit lässt sich oft eine Narkose ersparen. Die verbesserte Bildqualität trägt zum Beispiel zur frühen Erkennung von Tumoren bei. „Die höhere Auflösung ermöglicht es darüber hinaus, anatomische Gegebenheiten vor einer Operation wesentlich genauer zu beurteilen. Damit verbessert sich auch die Grundlage für die Planung durch die Operateur:innen“, erklärt Gizewski. Auch in der Hirnbildgebung bringt die neue Technologie Vorteile. Veränderungen in tief gelegenen Gehirnregionen können genauer dargestellt werden – etwa bei Bewegungsstörungen wie Morbus Parkinson.

Ein Mitarbeiter der Univ.-Klinik für Radiologie zeigt ein MRT-Gerät mit Entertainmentsystem. Auf einem Monitor ist ein Video mit einem Rochen zu sehen.
Neue Entertainmentsysteme sollen Untersuchungen zufolge das Befinden im MRT verbessern.

Hochleistungsbildgebung für die neurowissenschaftliche Forschung

Eine besondere Rolle nimmt das neue 3-Tesla-MRT der Core Facility Neurowissenschaftliche Bildgebungsforschung der Medizinischen Universität Innsbruck ein. Rund 2.000 wissenschaftliche Untersuchungen pro Jahr werden allein an diesem Gerät durchgeführt. Es ermöglicht eine sehr hohe räumliche Auflösung in der Hirnbildgebung und eröffnet damit neue Möglichkeiten für eine Vielzahl von Forschungsprojekten. Schwerpunkte liegen unter anderem auf Bewegungsstörungen, Tumorbildgebung und Multipler Sklerose sowie auf funktionellen Bildgebungsstudien. Bei Multipler Sklerose können beispielsweise sehr subtile Veränderungen, wie etwa eisenhaltige Entzündungszonen am Rand bestimmter Läsionen, besser sichtbar gemacht werden. Darüber hinaus finden Forschungsprojekte auch an den neuen klinischen MRT-Systemen statt.

Neue Perspektiven für die Bildgebung bei Frühgeborenen

Auch für die Erforschung der Gehirnentwicklung von Frühgeborenen bietet die neue Technologie zusätzliche Möglichkeiten. Veränderungen des Gehirns können detaillierter erfasst werden. Daraus sollen langfristig auch bessere Aussagen über die weitere Entwicklung und Prognose abgeleitet werden können. „Die neuen Geräte schaffen damit eine wichtige Verbindung zwischen Forschung und klinischer Versorgung“, sagt Gizewski. „Erkenntnisse und Methoden aus wissenschaftlichen Projekten können dazu beitragen, Diagnostik und Behandlung künftig weiter zu verbessern.“

Investition für viele Jahre: Eröffnung im Rahmen des 53. Radiologie-Update

MRT-Systeme dieser Leistungsklasse sind langfristige Investitionen und bleiben in der Regel zwölf bis 15 Jahre im Einsatz. Für die Erneuerung der Systeme werden gemeinsam insgesamt über 10 Millionen Euro von den tirol kliniken und der Medizinischen Universität Innsbruck investiert. Am 22. Oktober 2026 widmet sich das 53. Radiologie-Update der Universitätsklinik für Radiologie unter dem Titel „Neue MR-Technologie – Wo entsteht echter Mehrwert?“ den neuen Möglichkeiten der MRT-Bildgebung. Mit dem wissenschaftlichen Symposium werden die neuen MRT-Geräte offiziell eröffnet und vorgestellt. 

(20. Oktober 2026, Text: B. Hoffmann-Ammann, Fotos: MUI/F. Lechner)

Dieser Text wurde mit Unterstützung von KI erstellt und von unserem Redaktionsteam überprüft und bearbeitet.

Weitere Links:
Elke Gizewski im Expert:innenverzeichnis
Univ.-Klinik für Radiologie