search_icon 

close_icon

search_icon  

search_icon  

Ibrahim-Alkatout-Berufung.jpg

Ibrahim Alkatout zum Universitätsprofessor für Gynäkologie und Geburtshilfe berufen

Rektor Gert Mayer hat Ibrahim Alkatout aus Kiel an die Med Uni Innsbruck berufen. Mit 1.4. übernimmt der international tätige Arzt, Wissenschafter und Hochschullehrer die Universitätsprofessur für Gynäkologie und Geburtshilfe und tritt damit die Nachfolge von Christian Marth an. Zu seinen Schwerpunkten zählen die minimalinvasive und roboterassistierte Chirurgie, die Weiterentwicklung moderner Lehr- & Ausbildungskonzepte sowie medizinethische Fragestellungen in der Arzt-Patientinnen-Beziehung.

„In Innsbruck erwartet mich eine Klinik mit internationaler Strahlkraft, die das gesamte Spektrum der Frauenheilkunde auf höchstem Niveau abbildet. Besonders beeindruckt hat mich das engagierte Team, das fachliche Exzellenz mit großer menschlicher Zugewandtheit verbindet“, sagt Alkatout. Die Frauenheilkunde verstehe er als ganzheitliches Fach: „Wir begleiten Frauen oft über viele Lebensphasen hinweg — medizinisch wie menschlich. Diese Verantwortung verlangt fachliche Präzision ebenso wie gute Kommunikation und gegenseitiges Vertrauen.“

Zuletzt war Alkatout stellvertretender Direktor der Universitätsklinik für Gynäkologie und Geburtshilfe in Kiel sowie Koordinator des Universitären Cancer Center Schleswig-Holstein. Als international anerkannter Spezialist der minimalinvasiven Chirurgie leitete und entwickelte er die Kiel School of Gynaecological Endoscopy maßgeblich weiter. Darüber hinaus begleitete der Experte für roboterassistierte Chirurgie in vier Ländern und mehr als 50 Zentren den Aufbau robotischer Operationsprogramme. Neben der Integration moderner Operationstechniken soll die Klinik auch in ihren gesundheitspolitischen und strukturellen Herausforderungen gestärkt werden.

„Ich freue mich sehr auf meine Aufgabe in Innsbruck“, erklärte Alkatout bei der Vertragsunterzeichnung. „Der Wechsel von Norddeutschland in die Tiroler Alpen wirkt auf den ersten Blick wie ein großer geografischer Schritt. Für mich verbindet beide Orte jedoch etwas Entscheidendes: eine starke universitäre Medizin in einer Stadt, in der Zusammenarbeit persönlich bleibt. Genau diese Verbindung aus wissenschaftlicher Stärke, klinischer Nähe und internationaler Offenheit hat mich überzeugt.“

Ein besonderer Schwerpunkt ist für Alkatout die Mensch-zu-Mensch-Interaktion in einer Medizin, die sich zunehmend im Spannungsfeld gesellschaftlicher Veränderungen bewegt. Der Mediziner, der zusätzlich Abschlüsse in Medizinethik sowie Hospital Management erworben hat, betont: „Wir brauchen gute Konzepte, um komplexe Medizin zu lernen, zu leben und verständlich zu vermitteln.“

Alkatout wuchs in Süddeutschland auf und ist begeisterter Skifahrer. Gemeinsam mit seiner Familie freut er sich auf den neuen Lebensmittelpunkt in Innsbruck: „Österreich war für mich immer ein besonderer Ort. Wir freuen uns sehr darauf, hier anzukommen und Teil dieser Region zu werden.“

(Text: B. Hoffmann-Ammann, 4.3.2026, Foto: MUI/D. Bullock)

Aktuell