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Das Rektoratsteam zieht nach zwei Jahren Zwischenbilanz

Seit 1. Oktober 2017 leitet Rektor W. Wolfgang Fleischhacker gemeinsam mit einem erfahrenen Team die Medizinische Universität Innsbruck. Nicht nur der enorme medizinische Fortschritt und die demographische Entwicklung stellen die Universitätsmedizin vor Herausforderungen. Das Rektoratsteam hat daher einen Prozess der Veränderung eingeleitet und wichtige Weichenstellungen vorgenommen.

Welche Entwicklung nimmt die wichtigste medizinische Bildungs- und Forschungseinrichtung in Westösterreich in den nächsten Jahren? „Eine höchst positive“, erklärte Rektor W. Wolfgang Fleischhacker im Rahmen einer Pressekonferenz in Innsbruck. Vor zwei Jahren ist er gemeinsam mit Christine Bandtlow (Forschung und Internationales), Peter Loidl (Lehre und Studienangelegenheiten) und Manuela Groß (Finanzen und IT) angetreten, einen Prozess der Veränderung einzuleiten. Ein sichtbares Zeichen für die Neuerungen ist die aktive Berufungspolitik: 19 neue Professorinnen und Professoren hat Rektor Fleischhacker bereits berufen und 14 Verfahren laufen derzeit. Ermöglicht wurde diese für den universitären Medizinstandort wichtige Entwicklung durch eine entsprechende Finanzpolitik. Dabei halfen auch die Ende 2018 abgeschlossene Leistungsvereinbarungen: Das Rektoratsteam konnte hierbei eine Steigerung des Budgets um 12,23 Prozent erreichen. Bis 2021 stehen insgesamt 410,128 Millionen Euro zur Verfügung. Zusätzlich zum Universitätsbudget fließen rund 205 Millionen Euro an Mittel für den Klinischen Mehraufwand (KMA) sowie zur Anschaffung gemeinsamer Geräte ins Klinikum und damit nach Tirol.

Positive Kennzahlen: Blick nach vorne

Die Medizinische Universität Innsbruck bildet die ÄrztInnen und medizinischen ForscherInnen von morgen aus: Mit über 3.000 Studierenden und rund 2.000 MitarbeiterInnen ist sie eine der wichtigsten Arbeitgeberinnen in Tirol. „Nach Jahren der Stabilisierung verspüren wir aktuell einen Aufwind“, erklärte Rektor W. Wolfgang Fleischhacker. Wichtige Kennzahlen, wie unter anderem die Anzahl der wissenschaftlichen Publikationen (1.402), die Einwerbung von Drittmitteln (über 42 Mio. € 2018) oder die Steigerung der AbsolventInnenzahlen auf zuletzt 347 (Studienjahr 2017/18) weisen nach oben. „Wir haben in den ersten zwei Jahren wichtige Weichenstellungen vorgenommen. Unser Blick bleibt aber nach vorne, auf die Herausforderungen gerichtet, die noch vor uns liegen“, sagte Rektor Fleischhacker. Aktuelle Themen auf der Agenda sind die weitere Stärkung der Allgemeinmedizin, die Digitalisierung, die Finanzierung der klinischen Forschung sowie die weitere Optimierung der Zusammenarbeit mit den tirol kliniken.

Aktuelle Herausforderungen: „Ohneeinander geht es am Standort nicht“

Gerade die Kommunikation und die Zusammenarbeit sind zwei Kernaspekte in der täglichen Arbeit von Rektor Fleischhacker. „Ohneeinander geht es am Standort Tirol nicht. Wir müssen die Universitätsmedizin gemeinsam mit unseren Partnern, dem Bundesministerium, dem Land Tirol und den tirol kliniken weiterentwickeln.“ Gemeinsam mit den tirol kliniken und dem Land Tirol wurde so ein „Letter of Intent! unterzeichnet, der auf eine „PatientInnenorientierte Strategie“ der Versorgung abzielt. „Wir werden gemeinsam Maßnahmen setzen, um eine qualitätsorientierte PatientInnenversorgung im universitären Kontext sicherstellen zu können.“ Auch mit anderen Tiroler Hochschulen gibt es Projekte, beispielsweise im Bereich der Sportmedizin (LFUI) oder Public Health (UMIT).

Weiterer Ausbau: Institut für Allgemeinmedizin eingerichtet

Ein Kernanliegen der Medizinischen Universität Innsbruck ist die Stärkung der Allgemeinmedizin. Die Lehre in diesem Bereich wurde in den vergangenen Jahren stark ausgebaut. Im Zuge einer vom Rektoratsteam eingeleiteten Verwaltungs- und Organisationsreform wurde das „Institut für Allgemeinmedizin“ neu eingerichtet. „Wir haben damit die Voraussetzungen geschaffen, das Fach Allgemeinmedizin noch stärker als bisher in der Lehre und der Forschung zu verankern“, erklärte der Vizerektor für Lehre und Studienangelegenheiten, Peter Loidl. „Die Einrichtung und Etablierung soll jetzt schrittweise gemeinsam mit dem Land Tirol und den Tiroler Gebietskrankenkassen erfolgen."

Translationale Forschung: „Early Phase Unit“

Die ForscherInnen der Medizinischen Universität Innsbruck sind äußerst produktiv. Insbesondere auf EU-Ebene konnten zuletzt mehrfach WissenschafterInnen der Medizinischen Universität Innsbruck hochkompetitive Ausschreibungen für sich entscheiden. Das Portfolio reicht dabei von der Grundlagenforschung bis zur angewandten Forschung. „Die Krankenversorgung ist zentraler Bestandteilt der akademischen Medizin, auch die klinische Forschung spielt eine dementsprechend wichtige Rolle“, erklärte Christine Bandtlow, Vizerektorin für Forschung und Internationales. Um diesen Bereich weiter zu stärken, wurde an der Medizinischen Universität Innsbruck kürzlich die „Early Phase Unit“ für die Unterstützung klinischer Studien, die noch am Anfang stehen, gegründet. Die Vizerektorin kritisierte in diesem Zusammenhang den Entschluss der Österreichischen Nationalbank (OeNB) zukünftig keine klinische Forschung mehr zu fördern. „Von Forschungsergebnissen, die aus dem Labor direkt ans Krankenbett gelangen, profitiert die Bevölkerung. Dementsprechend wichtig sind entsprechende Fördermöglichkeiten in diesem Bereich.“

Digitalisierung & Zentralisierung der Verwaltung

In der Forschung, Lehre aber auch in der Verwaltung spielen Daten, Datenmanagement und Datensicherheit eine immer größere Rolle. Die IT-Infrastruktur an der Medizinischen Universität Innsbruck wird dementsprechend adaptiert und ausgebaut. Eines der bisher größten Projekte im Bereich der Vizerektorin für Finanzen und IT, Manuela Groß, war die Fertigstellung des neuen zentralen Lehr- und Lerngebäudes der Medizinischen Universität Innsbruck in der Fritz-Pregl-Straße 3. „Wir konnten hier erstmals unsere Verwaltungseinrichtungen zentral unterbringen, was die Zusammenarbeit stark erleichtert“, sagte Manuela Groß. In dem elfgeschossigen Gebäude, das am 4. Dezember offiziell eröffnet wird, ist derzeit auch Innsbrucks modernster Hörsaal untergebracht: Das Audimax fasst 450 Personen. Zudem gibt es eine Reihe weiterer Initiativen im Bereich der Digitalisierung.

(Barbara Hoffmann-Ammann)

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