Erfolg für Innsbrucker Urologie

Preisverleihung an Prof. Hannes Strasser (mi.) durch Prof. Georg Winckler (Vorsitzender der europäischen Rektorenkonferenz, li.) und Dr. Erich Hampel (Vorstandsvorsitzender der B&C Privatstiftung und der Bank Austria, re.)

23.5.2007

Vergangene Woche erhielt Prof. Hannes Strasser von der Univ.-Klinik für Urologie der Medizinischen Universität Innsbruck den dritten Preis des Dr.-Wolfgang-Houska-Preises, des höchstdotierten Wissenschaftspreises in Österreich. Ausgezeichnet wurde das Team unter der Leitung von Prof. Strasser für die Erfolge bei der Erforschung und Entwicklung neuer Methoden bei der Therapie von Harninkontinenz.

Foto: Preisverleihung an Prof. Hannes Strasser (mi.) durch Prof. Georg Winckler (Vorsitzender der europäischen Rektorenkonferenz, li.) und Dr. Erich Hampel (Vorstandsvorsitzender der B&C Privatstiftung und der Bank Austria, re.)

Dem Wissenschaftler-Team unter Führung von Prof. Strasser ist es in Kooperation mit der Firma Innovacell, einem jungen Biotechnologie-Unternehmen, das in Innsbruck das modernste Zellkultur-Labor für Zell-Therapien in Mitteleuropa betreibt, gelungen, Patienten durch ultraschallgezielte Injektion von körpereigenen Fibroblasten und Myoblasten (Muskel-Stammzellen) von ihrer Harninkontinenz zu heilen. Die Myoblasten dienen zur Regeneration des Rhabdosphinkters, des quergestreiften Schließmuskels der Harnröhre, während die Fibroblasten die atrophe Schleimhaut der Urethra rekonstruieren. Die Wissenschaftler des Projekts wurden bereits mehrfach ausgezeichnet, und die bisherigen sehr guten Behandlungsergebnisse werden in den kommenden Wochen in renommierten internationalen Journalen publiziert werden. Prof. Strasser und seinem Team ist es gelungen unter 26 eingereichten Forschungsprojekten aus 16 heimischen Universitäten den dritten Preis zu erringen. Bemerkenswert dabei ist, dass der erste Preis ebenfalls an ein Innsbrucker Wissenschaftsteam ging: Prof. Bernkop-Schnürch vom Institut für Pharmazie der Universität Innsbruck und sein Team wurden für ihre Forschungsarbeiten zur Entwicklung von thiolisierten Polymeren, so genannten Thiomeren, die als Hilfsstoffe zur Erhöhung der therapeutischen Effizienz dienen, ausgezeichnet. Einmal mehr beweist damit der Biotechnologie- und Medizinstandort Tirol seine Stärke.

Hoch dotierter Wissenschaftspreis

Die B & C Privatstiftung vergab am 14. Mai 2007 im Alten Wiener Rathaus nun bereits zum zweiten Mal den mit insgesamt 230.000 Euro dotierten Dr.-Wolfgang-Houska-Preis. Er ist damit einer der höchst dotierten heimischen Forschungspreise, und das Preisgeld wurde heuer auf zehn Projekte verteilt. Durch den Dr.-Wolfgang-Houska-Preis soll ein wesentlicher Anreiz für österreichische Universitäten geschaffen werden, Forschungsprojekte auch industriell und kommerziell umzusetzen und für österreichische Unternehmen nutzbar zu machen. Die Auszeichnung wird jährlich für die besten praxisorientierten Projekte an den österreichischen Universitäten vergeben. „Wir wollen mit diesem Preis eine Brücke zwischen Wissenschaft und Unternehmertum bauen. Denn gute Projekte sollen letztlich auch in die Praxis umgesetzt werden können. Unser klares, langfristiges Ziel ist die Stärkung des Forschungs- und Wirtschaftsstandortes Österreich“, so Dr. Erich Hampel, Vorstandsvorsitzender der B&C Privatstiftung und der Bank Austria. Der Preis ist benannt nach dem im Mai 2005 verstorbenen Vorstandsvorsitzenden der B&C Privatstiftung, Dr. Wolfgang Houska. Mit dem Forschungspreis will die Privatstiftung ihrem Stiftungsauftrag nachkommen, indem sie einen Teil ihrer Erträge zur Prämierung von universitärer Forschung einsetzt, die geeignet ist, von der Wirtschaft umgesetzt zu werden

Förderung der heimischen Industrie als Kerngeschäft

Kernziel der im Jahr 2000 von Bank Austria und Creditanstalt gegründeten B & C Privatstiftung ist die Förderung österreichischer Unternehmen, die professionelle Verwaltung und Entwicklung von Beteiligungen an vornehmlich österreichischen Industrie- und Dienstleistungsunternehmen. Mit ihrer Tochter, der B&C Holding GmbH hat sich die Stiftung zur Aufgabe gemacht, ein Beteiligungs-Portfolio mit langfristiger Orientierung aufzubauen und damit auch die Rolle eines Kernaktionärs in wichtigen österreichischen Unternehmen zu übernehmen. Derzeit werden unter anderem Beteiligungen an der Lenzing AG, der Semperit AG, der PORR oder der Imperial Hotels Austria AG gehalten.

(us/cf)

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© Medizinische Universität Innsbruck - Alle Rechte vorbehaltenMail an i-master - Publiziert am: 23.5.2007, 00:00:00+01:00ximsTwitter LogoFacebook LogoInstagram LogoYoutube Logo