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Wahlfächer Gender Medizin und Diversität

Ringvorlesung Gender Medizin

Themenbereich Diversität

Wahlfach Sexualität

Diversity- und Gender-Sensibilität im ärztlichen Gespräch

Ringvorlesung Gender Medizin

 

 

Aktuelles Programm: Sommersemester 2022

Leitung: Univ.-Prof.in Dr.in med. Margarethe Hochleitner

Jeweils Donnerstag, 18:30 Uhr
Medizinzentrum Anichstraße (MZA), Hörsaal 1, Anichstraße 35, 6020 Innsbruck

Die Vorträge des Sommersemesters sind als Präsenzveranstaltung geplant. Sollten die Rahmenbedingungen einen neuerlichen Umstieg auf Online-Vorträge nötig machen, geben wir dies auf der Homepage der Koordinationsstelle Gleichstellung, Frauenförderung, Diversität bekannt.

COVID-19 Teilnahmevoraussetzungen:
Achten Sie bitte auf die aktuellen COVID-19 Sicherheits- und Schutzbestimmungen der Universität: https://www.i-med.ac.at/mitteilungsblatt/2021/47.pdf sowie https://www.i-med.ac.at/events/hygiene-und-verhaltensregeln.html

10. März 2022
Frauenkrankheiten Männerkrankheiten?
Univ.-Prof.in Dr.in med. Margarethe Hochleitner
Krankheiten werden oft einem Geschlecht, einer Altersgruppe, einer sozialen Gruppe zugeordnet. Das benachteiligt alle, die nicht dieser Gruppe zugehören. Gibt es überhaupt Frauen- und Männerkrankheiten, abgesehen von Krankheiten sekundärer Geschlechtsorgane? Was bedeutet es in Prävention, Diagnostik, Therapie, Rehabilitation und Outcome für Personen vom „falschen“ Geschlecht?

17. März 2022
Schluss mit Klischees - Gibt es einen Gender-Gap in der alkoholabhängigen Bevölkerung?
Dr.in med. Sonja Sigl
In diesem Vortrag wird ein Einblick in die Thematik der Alkoholabhängigkeit mit besonderer Berücksichtigung genderspezifischer Aspekte geboten. Anhand von Daten aus Wissenschaft und Praxis soll ein differenzierteres Bild dieser weit verbreiteten Erkrankung vermittelt und mit Stereotypien aufgeräumt werden.

24. März 2022
Brustkrebs bei Männern
Univ.-Prof. Dr. med. Christian Marth
Brustkrebs wird als Erkrankung hauptsächlich mit Frauen assoziiert, allerdings tritt er auch mit einer Häufigkeit von 1:150 bei Männern auf.

31. März 2022
Die distale Radiusfraktur – eine geschlechterspezifische Fraktur?
Univ.-Prof. Dr. med. Rohit Arora
Die distale Radiusfraktur wird als Indikatorfraktur der Osteoporose international anerkannt. Somit sind im Altersgipfel um die 75 Jahre meist weibliche Patentinnen betroffen.  Zusätzlich zur Osteosynthese hat sich mittlerweile die prothetische Versorgung etabliert.

07. April 2022
Rolle des Geschlechts für Diagnose und Prognose von rheumatischen Erkrankungen
PD Dr.in med. Christina Duftner PhD
Ist "Rheuma" tatsächlich nur eine reine Frauen-/Männerangelegenheit und ist das Geschlecht relevant für den Verlauf rheumatischer Erkrankung? Anhand von Beispielen der axialen Spondyloarthritis sowie der Polymyalgia rheumatica/Großgefäßvaskulitis wird die aktuelle Evidenz zur Rolle des Geschlechts für Diagnose, Prognose und Therapieansprechen aufgezeigt.

28. April 2022
Gender und Parkinson
Univ.-Prof. Dr. med. Klaus Seppi
Europaweit leiden etwa eine Millionen Menschen an Parkinson, bis 2030 wird sich die Zahl wahrscheinlich verdoppeln. Dabei sind Männer etwas häufiger betroffen als Frauen. Zudem sind Unterschiede in der klinischen Präsentation zu beobachten.

05. Mai 2022
Sex und Gender bei Obstruktiver Schlafapnoe
Univ.-Prof.in Dr.in med. Birgit Högl
Welche Rolle spielen Anatomie, Atmungsphysiologie, Hormone und Perzeption bei dieser Erkrankung?

12. Mai 2022
Wenn die Knochen schwinden
Univ.-Prof.in Dr.in med. Susanne Kaser
Osteoporose wurde lange Zeit als Erkrankung älterer Frauen dargestellt, tatsächlich kann Osteoporose aber jede/n treffen. Ursachen und Risikofaktoren unterscheiden sich jedoch deutlich. Wer ist gefährdet? Welche Risikofaktoren gibt es und sind diese beeinflussbar? Wer sollte sich einer Abklärung unterziehen?

19. Mai 2022
Ästhetische Chirurgie: genderspezifische Aspekte
Assoz. Prof.in PD Dr.in med. Barbara Del Frari
Medial vorgegebene Schönheitsideale haben in den letzten Jahren weltweit zu einer steigenden Nachfrage und zunehmenden Zahl an ästhetischen Behandlungen und Schönheitsoperationen (wie Brustvergrößerungen, Fettabsaugungen, Bauchdeckenstraffungen, Faltenunterspritzungen…) geführt. Wohin geht der Trend? Gibt es geschlechtsspezifische Unterschiede in der Ästhetischen Chirurgie?

02. Juni 2022
Burnout: ein vorübergehendes Tief oder ein kritischer Zustand - Wo liegt der Unterschied zwischen Burnout und einer einfachen Erschöpfung?
Ao. Univ.-Prof.in Dr.in med. Ilsemarie Kurzthaler
Der Vortrag soll Einblick in die Hintergründe des Burnout Syndroms geben. Symptome und Verlaufsformen werden dargestellt und mögliche Ursachen diskutiert. Neben der „Früherkennung“ des Burnout-Syndroms und entsprechenden Gegenmaßnahmen geht es darüber hinaus um die Frage, wie Rahmenbedingungen präventiv gestaltet werden können und welche Rolle die Eigenverantwortung spielt, damit Burnout erst gar nicht entsteht.

09. Juni 2022
Genderspezifische Unterschiede beim Blasentumor
PD Dr.in med. Renate Pichler PhD
Lassen sich bei einzelnen Tumoren sex- und genderspezifische Unterschiede feststellen? Am Beispiel des Blasentumors wird dieser Fragestellung nachgegangen und werden neueste Forschungsergebnisse dazu präsentiert.

23. Juni 2022
Sind Essstörungen immer noch Frauenerkrankungen?
Ao. Univ.-Prof.in Dr.in phil. Barbara Mangweth-Matzek
Essstörungen werden meist Frauen zugeschrieben. Es sind die Frauen, die sich um ihr Gewicht sorgen, oder die vermehrt einem Attraktivitäts- und Schönheitsdogma unterworfen sind. Ist das wirklich so?

30. Juni 2022
Frauenkrankheiten – Männerkrankheiten?
Univ.-Prof.in Dr.in med. Margarethe Hochleitner
Was gibt es Neues? Updates aus laufenden Publikationen, von Kongressen und Tagungen.

Informationsblatt für Studierende

Informationsblatt für freies Publikum

Seit 2006 wird jedes Semester eine Ringvorlesung zur Gender Medizin als freies Wahlfach angeboten. In der Ringvorlesung steht die Gendermedizin als Querschnittsthematik im Vordergrund. Die Reihe befasst sich mit unterschiedlichen Schwerpunkten wie Sexualität, Jugend, Neurowissenschaften, Onkologie, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, etc. und berücksichtigt unterschiedliche, für die Gesundheit relevante Faktoren. Dazu zählen neben dem Faktor Geschlecht u.a. Alter, Migrationsgeschichte, sozioökonomische Voraussetzungen, Bildung, Weltanschauung und sexuelle Orientierung. International ausgewiesene Expertinnen und Experten geben Einblicke in den Stand der aktuellen Forschung. Die Ringvorlesung wird von Studierenden aller Studienrichtungen besucht und ist für die breite Öffentlichkeit, Ärzt*innen, für Teilnehmer*innen des Mini-Med Studiums und Mitarbeiter*innen aller Gesundheitsberufe geöffnet.

Bei Fragen wenden Sie sich gerne an: geschlechterforschung@i-med.ac.at

Ringvorlesung -- Programmübersicht

Sommersemester 2022: Ringvorlesung Gender Medizin: Frauenkrankheiten - Männerkrankheiten?

Hier können Sie die Programme der bisherigen Ringvorlesungen einsehen und downloaden:

Themenbereich Diversität

Diversity Kompetenzen in der Medizin (Wahlfach) (LV-Nr. 999067)
In dem Seminar wird Interkulturalität in das medizinische Curriculum integriert, indem Studierende ihre eigene kulturelle Identität erkunden und reflektieren. Dadurch, dass die Studierenden sich mit ihrem eigenen kulturellen Hintergrund beschäftigen, lernen sie die kulturellen Hintergründe der anderen Teilnehmer*innen kennen.

Diversity und Resilienz Taten statt Warten (Wahlfach) (LV-Nr. 999068)
In dem Seminar werden Konzepte der Resilienz, Zusammenhalt und negativen Behandlung bzw. Diskriminierung besprochen. Dabei werden die Studierenden eigene Erfahrungen und wissenschaftliche Erkenntnisse zu negativer Behandlung/Diskriminierung reflektieren und anhand von Resilienzkonzepten (Grotberg und Hobfoll) Stärken sowie Ressourcen identifizieren. Anhand des Beispiels von Kitty Genovese und den darauf resultierenden Bystander Interventionen, werden diese Strategien diskutiert und geübt.

Bild: Wahlfach Diversity

Diversity in der Praxis: Wohin will ich und wie kann ich es erreichen? (LV-Nr. 999.569)
Wohin soll es nach dem Studium gehen? Welche Fächer interessieren mich am meisten? In diesem Seminar werden verschiedene Möglichkeiten für die zukünftige Praxis besprochen: zB Erfahrungen von Absolvent*innen, Gespräche mit Ärzt*innen. Im Seminar werden Pläne mittels hilfreichen Tools für die zukünftige Tätigkeit als Ärzt*innen erarbeitet.

Diversity und Migration (LV-Nr. 999.570)
Der Begriff Migration beschreibt grundsätzlich alle unfreiwilligen und freiwilligen Wanderungen von Menschen. In dem Seminar werden unterschiedliche Begriffe wie Migrant*innen, Emigration, Immigration, Flüchtlinge, Asylwerber*innen, irreguläre Migration, Diversity geklärt und besprochen. Neben der begrifflichen Klärung folgt ein historischer Überblick über Migration und verschiedene Bereiche wie Migrant*innen im Bildungsbereich, Migration und Geschlecht, Migration und Sprache und Migration und Gesundheit werden im Seminar diskutiert.



 


Wahlfach Sexualität (LV-Nr. 999.045, LV-Nr. 999.545)

Ausgehend von der Definition der Weltgesundheitsorganisation (WHO, 2006), dass die sexuelle Gesundheit „ein Zustand des körperlichen, emotionalen, mentalen und sozialen Wohlbefindens in Bezug auf die Sexualität und nicht nur das Fehlen von Krankheit, Funktionsstörungen oder Gebrechen“ ist, werden in diesem Wahlfach Grundkenntnisse über die Sexualität und die sexuelle Gesundheit des Menschen vermittelt. Neben allgemeinen Konzepten der Sexualität und der sexuellen Gesundheit (u.a. Fortpflanzung, Geschlecht, sexuelle Orientierung, Geschlechterrollen) werden auch spezifische Themenschwerpunkte (sexuelle Funktionsstörungen) vorgestellt und kritisch reflektiert. Einen wichtigen Stellenwert in den Diskussionen haben aktuelle Forschungsgeschehnisse und Forschungserkenntnisse. Dabei wird auch aufgezeigt, welchen relevanten Einfluss die Sexualität und die sexuelle Gesundheit auf die allgemeine Gesundheit einer Person haben. Es werden der Wunsch und der Bedarf der Patient*innen, Angebote über diesen Aspekt ihrer Gesundheit zu erhalten, aufgezeigt und Empfehlungen für die Anwendung werden erarbeitet.

Diversity- und Gender-Sensibilität im ärztlichen Gespräch, Freies Wahlfach (LV-NR. 999.039 WS, LV-NR. 999.539 SS)

Ein Beobachtungs- und Reflexionstool für das Klinisch-Praktische-Jahr (KPJ) und den PhD-Studiengang für klinisch-medizinische Wissenschaften

Das Wahlfach ist für Studierende im klinisch-praktischen Jahr und im PhD für klinisch-medizinische Wissenschaften konzipiert, die am Beginn ihrer Karriere als klinisch tätige Mediziner*innen stehen. Für sie beginnt mit dem KPJ bzw. dem Start der PhD-Ausbildung die klinische Praxis, in der bisher Erlerntes erprobt und vertieft wird, Patient*innen begleitet werden und klinische Alltagserfahrungen im Zusammenspiel von Ärzt*innen, Pflegepersonal, MTDs, Patient*innen und Angehörigen gesammelt werden. Kommunikation und Sprache stellen dabei das Handwerkszeug dar, um die täglichen Interaktionen zu gestalten: Informationen geben, Informationen erfragen, Zuhören, Vertrauen aufbauen, Handlungen initiieren, etc. – d. h. Aktionen des Mitteilens und des Verstehens - stellen keine Selbstverständlichkeit dar. Situationsadäquat und lösungsorientiert zu kommunizieren muss gelernt und geübt werden. Das für dieses Seminar konzipierte Beobachtungs- und Reflexionstool soll Unterstützung und Anleitung bieten, Achtsamkeit und Verständnis für komplexe Kommunikationsprozesse zu entwickeln.

Detaillierte Informationen zum Hintergrund und zum Ablauf des Projektes sowie Literaturangaben finden Sie in der Seminarbeschreibung:

Kerndaten der Lehrveranstaltung
Informationsbroschüre  
Beobachtungsprotokoll (Vorlage)

 

Weitere Informationen:

Was ist Gender Medizin?

Pflichtlehre Gender Medizin

Wahlfächer Gender Medizin und Diversität

Gender Mainstreaming Tools