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FWF-geförderte Forschungsprojekte an der Medizinischen Universität Innsbruck

Mit dem Beschluss der Kuratoriumssitzung des Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (FWF) vom März 2021 werden an der Medizinischen Universität Innsbruck folgende weitere Forschungsprojekte unterstützt:

Einzelprojekte

Die Rolle der Proteinkinase D in T-Zellen
Kerstin Bellaire-Siegmund
Institut für Zellgenetik

„Unsere Forschung beschäftigt sich seit vielen Jahren mit molekularen Mechanismen, die die Aktivität von T-Lymphozyten regulieren“, erklärt Kerstin Bellaire-Siegmund vom Institut für Zellgenetik.  Proteinkinasen, wie PKD, üben zentrale Aufgaben bei der intrazellulären Signalübertragung und somit der Antigen-induzierten Aktivierung von T-Zellen aus. Langfristig könnte durch neue Erkenntnisse über die Rolle von PKD-Isotypen für T-Zell-vermittelte Immunantworten, die Entwicklung weiterer immunmodulatorischer Therapien von Krebs oder Autoimmunerkrankungen ermöglicht werden.

 

MikroRNAs als prädiktiver Marker in COVID-19
Alice Assinger und Huber Hackl (Kooperationspartner)
Institut für Bioinformatik

Im Blut gemessene klinische Routineparameter erscheinen unzureichend die Krankheitsverläufe von COVID-19 PatientInnen vorherzusehen. „In einer Kollaboration zwischen der Medizinischen Universität Wien (Alice Assinger) und der Medizinischen Universität Innsbruck werden wir daher in diesem Projekt das Potential zirkulierender Mikro-RNA Profile als alternative Biomarker zur Vorhersage der Überlebenswahrscheinlichkeit untersuchen“, beschreibt Hubert Hackl vom Institut für Bioinformatik das Projekt. Dies sollte die Stratifizierung des Patientenrisikos und die aktive Überwachung des Schweregrads dieser durch SARS-CoV2 verursachten Infektionskrankheit erleichtern.

 

Post-operative kognitive Dysfunktion und das Darm-Mikrobiom
Michaela Kress
Institut für Physiologie

Weltweit werden mehr als 320 Millionen Operationen pro Jahr durchgeführt und drei Monate nach dem Eingriff zeigen immer noch ca. 12 Prozent der PatientInnen (das entspricht mehr als 30 Millionen Menschen) kognitive Defizite wie verminderte kognitive Flexibilität, Schwierigkeiten beim Multitasking sowie bei der Planung von Aufgaben, die eine gewisse Aufmerksamkeit erfordern. „Ziel des Projektes ist es, die Mechanismen aufzuklären, die zur Entstehung der post-operativen kognitiven Defizite führen“, beschreibt Michaela Kress, Direktorin des Instituts für Physiologie, die Überlegung. Ein postoperativ verändertes Darm-Mikrobiom stellt dabei einen entscheidenden Faktor dar, der für die Homöostase des gesamten Körpers wichtig ist. Durch das Projekt werden neue Einblicke in die gegenseitige Beeinflussung von Mikrobiom, Darmnervenystem und Gehirn gewonnen. 

 

Rolle der Plasmalogene in Etherlipid-Pathologien
Katrin Watschinger
Institut für Biologische Chemie

Kinder, die keine Etherlipide (Plasmanyllipide und Plasmalogene) herstellen können, leiden an derart schweren Entwicklungsstörungen, dass sie bereits sehr jung versterben. „Bisher ist unklar, welche der sich manifestierenden Symptome durch das Fehlen von Plasmanyllipiden, und welche durch das Fehlen von Plasmalogenen entstehen“, weiß Katrin Watschinger vom für Institut Biologische Chemie. „Durch unsere kürzlich publizierte Beschreibung des PEDS1-Gens, welches für das essentielle Biosyntheseenzym der Plasmalogene kodiert, können wir nun in Zusammenarbeit mit der Gruppe von Prof. Johannes Berger von der Medizinischen Universität Wien den Einfluss des Fehlens der Plasmalogene im Vergleich zum Fehlen beider Lipidklassen genau untersuchen und hoffen damit neue Angriffspunkte für zukünftige Therapien zu beschreiben.“

 

Meitner Programm

Die Rolle von PIDD in der Kardiomyozytendifferenzierung
Marina Leone
Institut für Entwicklungsimmunologie

The mammalian heart is a post-mitotic organ characterized by terminally differentiated and polyploid cardiomyocytes (CMs). The post-mitotic status of adult CM poses a limit to heart regeneration. The PIDDosome complex controls p53 activation that is needed to limit scheduled as well as accidental polyploidization events in mammals. “Therefore, I propose to study the role of the PIDDosome in CM polyploidization during organ development”, says Marina Leone from the Institute for Developmental Immunology

 

Internationales Projekt

Identifikation neuer Chemotherapeutika aus Cyanobakterien
Andreas Villunger
Institut für Entwicklungsimmunologie

„In dem Projekt sollen die von unseren Partnern am Institut für Mikrobiologie der Akademie der Wissenschaften in Tschechien (https://www.alga.cz/en/) isolierten Metaboliten aus Cyanobakterien auf ihre zytostatische und Zelttod-induzierende Wirkung untersucht werden“, erklärt Andreas Villunger, Direktor vom Institut für Entwicklungsimmunologie. Einerseits gehe es darum den Wirkmechanismus dieser Substanzen in verschiedenen Krebszellen näher zu charakterisieren, und andererseits die Proteine zu identifizieren, die mit diesen Metaboliten interagieren oder in ihrer Funktion verändert werden. Ziel ist es neue Lead-compounds für Zytostatikaentwicklung zu identifizieren.

 

doc.fund

Image-guided Diagnosis and Therapy (IGDT)
Elke Gizewski
 Universitätsklinik für Radiologie
Bericht hier

 

Programm Klinische Forschung

TRUFFLE-2 Studie-Österreich
Medizinische Universität Innsbruck, Universitätsklinik für Gynäkologie und Geburtshilfe; Medizinische Universität Wien, Universitätsklinik für Frauenheilkunde; Medizinische Universität Graz, Universitätsklinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe (Projektleiter Philipp Klaritsch)

 


FWF genehmigte Projekte aus der Vergabesitzung im November 2020
FWF und ÖNB genehmigte Projekte aus der Vergabesitzung im Sommer und Herbst 2020
FWF genehmigte Projekte aus der Vergabesitzung im Mai 2020