Univ.-Klinik für Kinder- und Jugendheilkunde

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Titel der Kardiologie

Herzkatheter - Diagnostik
In vielen Fällen ist zur exakten Einschätzung eines Herzfehlers eine diagnostische Herzkatheteruntersuchung notwendig. Über einen Einstich in die Leistengefäße wird ein flexibler, dünner Kunststoffschlauch bis in die Herzhöhlen vorgeschoben und an verschiedenen Meßorten Daten gewonnen, die u. a. zur Berrechnung der Herzleistung erforderlich sind.
In den meisten Fällen erfolgt auch eine Darstellung der Herzhöhlen und der angrenzenden Gefäße mittels Angiocardiographie, d. h. durch Injektion eines röntgendichten Kontrastmittels unter Röntgendurchleuchtung.
Die so gewonnen Bilder dienen zur Berurteilung der Situation und werden zur gemeinsamen operativen Planung mit den Herzchirurgen herangezogen.

Herkatheter - Interventionen
Eine Spezialdisziplin der Herzkatheteruntersuchung, die ganz besonders Kindern zu gute kommt, ist die sogenannte interventionelle (eingreifende)
Herzkatheteruntersuchung. Mit deren Hilfe gelingt es, akut lebensbedrohliche Zustände abzuwenden, eine Herzoperationen hinauszuzögern oder in bestimmten Fällen sogar gänzlich zu vermeiden.
So ist es u.a. möglich, mittels Herzkathetertechnik zu enge Klappen aufzusprengen (Ballondilatation), ein Loch in der Trennwand zwischen den beiden Vorkammern des Herzen zu verschließen (Atriumseptumdefektverschluss mittels Schirmchen) oder eine abnorme Verbindung zwischen der Körper-und der Lungenschlagader zu verschließen (Ductusverschluss).
Diese Patienten benötigen keine Operation an der Herzlungenmaschine, haben keine Operationswunde und können in der Regel zwei Tage nach dem Eingriff die Klinik verlassen.

Perioperative Intensivmedizin
Die begleitende, kindgerechte, intensivmedizinische Betreuung im Anschluss an die Herzoperation erfolgt an der Pädiatrischen Intensivstation der Universitätsklinik für Kinder-und Jugendheilkunde. Dies ermöglicht ein hohes Maß an Kontinuität in der Patientenbetreuung. Die pädiatrische Intensivstation bietet alle erforderlichen personellen und apparativen Voraussetzungen zur Überwachung und Behandlung von Patienten mit angeborenen Herzfehlern.
Die Aufenthaltsdauer auf der Intensivstation nach einer Herzoperation beträgt meist nicht mehr als ein bis zwei Tage, danach kann der Patient auf die Normalstation

© OA Dr.Ralf Geiger

Ständige Kooperationen

Klin.Abt. für Herzchirurgie (Univ. Prof. Dr. G. Laufer und Mitarbeiter);
alle Notfalls- und Standardeingriffe (HLM; HLM- Eingriffe ab dem Säuglingsalter; Neugeborenen- Herzchirurgie mit HLM gegebenenfalls in Zusammenarbeit mit dem Herzzentrum München oder dem Klinikum Großhadern, München.
Klin. Abt. für Kardiologie (Univ. Prof. Dr. O.Pachinger und Mitarbeiter)
Herzkatheterlabor, Rhythmologie, Koronarpathologie, angeborene Herzfehler bei Erwachsenen (gemeinsame Sprechstunde)

 

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