Koordinationsstelle für Gleichstellung, Frauenförderung und Geschlechterforschung |
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Laut ihrer Satzung bekennt sich die Medizinische Universität Innsbruck zum Grundsatz der Gleichstellung der Geschlechter und zur Schaffung von positiven und karrierefördernden Bedingungen für Frauen. Sie erachtet diese Anliegen als gemeinsame Aufgabe aller Universitätsangehörigen. Als Teilschritt der Umsetzung ist der Gebrauch einer geschlechtergerechten Sprache festgeschrieben:
(1) Alle Organe und Angehörigen der Medizinischen Universität Innsbruck bedienen sich in Aussendungen, Formularen, Reden und anderen an die Öffentlichkeit oder an die Universitätsangehörigen gerichteten Mitteilungen einer geschlechtergerechten Sprache. In allen Schriftstücken und mündlichen Äußerungen sind entweder explizit die weibliche und männliche Form oder geschlechtsneutrale Bezeichnungen zu verwenden.
(2) Die Formulierung von Generalklauseln, in denen zu Beginn, am Ende oder in Fußnoten eines Textes festgehalten wird, dass die gewählten personenbezogenen Bezeichnungen für beide Geschlechter gelten, ist unzulässig.
[vgl. § 3 Frauenförderungsplan der Medizinischen Universität Innsbruck]
Als Hilfe zur Umsetzung empfehlen wir die folgende Literatur.
Website für geschlechtergerechte Sprache, Frauenabteilung der Stadt Wien
"Sprache ist eines der wesentlichsten Ausdrucksmittel in unserer Gesellschaft. Sie trägt unsere Kommunikation, vermittelt Werte und Normen und ist Abbild unserer sozialen Realität. Frauen sind jedoch in unserer Sprache noch zu oft unsichtbar und unhörbar", sagte Frauenstadträtin Sonja Wehsely.
Neben grundsätzlichen Überlegungen, warum geschlechtergerechte Sprache ein wichtiger Beitrag zur Gleichstellung von Frauen und Männern ist, wird auf den Seiten gezeigt, wie geschlechtergerechte Sprache im Alltag angewendet werden kann. Den Benutzerinnen und Benutzern werden die verschiedenen Möglichkeiten des richtigen Formulierens anschaulich erklärt. An Hand von Übungsbeispielen können sie dann selbst testen, wie "fit" sie beim geschlechterfreundlichen Formulieren bereits sind.
Eine Checkliste liefert außerdem Tipps für das Korrekturlesen von Texten. Im Glossar können Erklärungen zu Begriffen und Abkürzungen nachgelesen werden. Zudem gibt es Literaturangaben und weiterführende Links für alle, die noch mehr über geschlechtergerechte Sprache wissen wollen.
Den immer wieder gehörten Einwand, die (politische) Beschäftigung mit gendergerechter Sprache sei eine Nebensächlichkeit, lässt die Frauenstadträtin nicht gelten: "Sprache ist ein mächtiges Instrument, weil sie nicht nur die Wirklichkeit abbildet, sondern auch die Bilder der Realität in den Köpfen der Menschen prägt", so Wehsely.